Ist das das „New Normal“ – steigende Zinsen, fallende Aktien und vice versa? Der Rückgang der Renditen von US-Staatsanleihen zwischen April und August war größtenteils auf die überverkauften Bedingungen am Markt für Staatsanleihen und auf die Befürchtungen zurückzuführen, dass sich das Wirtschaftswachstum in den USA abschwächen könnte. Der US-Aktienmarkt wischte diese Befürchtungen beiseite und kletterte in diesem Zeitraum weiter nach oben.

In jüngster Zeit fallen die höheren Treasury-Renditen mit schwächeren Aktienrenditen zusammen. Beide Episoden sind durch einen Rückgang der normalerweise positiven Korrelation zwischen Aktien und Anleihen gekennzeichnet, was für die Anleger eine entscheidende Frage aufwirft: Wie wird die Korrelation zwischen Aktien und Anleihen in Zukunft aussehen?

Die Grafik zeigt in beeindruckender Weise den jeweiligen Regimewechsel in der Korrelation von Renditeänderungen in den USStaatsanleihen und den Veränderungen des S&P 500 (oberer Chart). Seit den 1980er Jahren waren fallende Renditen (-) bis zur großen Finanzkrise nach 2007 begleitet von steigenden Kursen der Aktien (+). Die Korrelation – hier ausgedrückt mit der Renditeänderung der Anleihen im Zähler und der Kursänderung des S&P 500 im Nenner – blieb also negativ. Extremwerte mit fast minus 0,7 (= 70%) zeigten in den 90er Jahren, wie nahe die Kursschwankungen der Treasuries an die von Aktien herankamen.

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