Die Märkte haben in den vergangenen Tagen wieder auf risikoavers umgeschaltet. Eigentlich müssten sich die Anleger inzwischen an die unverhofften Bocksprünge von US-Präsident Donald Trump gewöhnt haben. Doch zeigen die Reaktionen der Investoren auf die neuesten Ankündigungen im Handelsstreit zwischen den USA und China dann doch ziemlich klar, dass die Anleger angesichts des schwelenden Handelskonflikts wohl zu sorglos mit der Problematik umgegangen sind.

Ob aus der Marktschwäche womöglich eine Sommer-Baisse entsteht, dürfte wohl nun hauptsächlich davon abhängen, ob sich aus den jüngsten Entwicklungen eine Eskalations-Spirale ergibt. Die Optionen liegen jeweils schon in groben Zügen auf dem Tisch. Dabei gilt:

Auf amerikanischer Seite sind vor wenigen Tagen Strafzölle gegen China im angekündigten Volumen von 50 Mrd. USD aktiviert geworden. Nun karrt Trump nach und stellt Strafzölle gegen Importe im Gesamtwert von 200 Mrd. USD in Aussicht. Dies als Reaktion auf die von China verkündeten Gegenmaßnahmen. Sollten die USA tatsächlich die zusätzlichen 200 Mrd. USD ins Visier nehmen, würde rund die Hälfte aller chinesischen Einfuhren nach Amerika mit Strafzöllen belegt werden. 

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