Auch wenn der Handelsstreit mit den USA derzeit die Schlagzeilen bestimmt, gibt es für den chinesischen Markt doch auch erfreuliche Meldungen. So zuletzt von der Ratingagentur Moody´s, die sich positiv zu den Veränderungen in der chinesischen Wirtschaft hinsichtlich der ökonomischen Strukturen und damit zusammenhängend mit dem Kreditmarkt äußerte.

Besonders positiv wurde dabei herausgestellt, dass es faktisch eine ökonomische Sektorrotation gibt hin zu höherwertigen Wirtschaftszweigen, die einen höheren Mehrwert erwirtschaften können. Dies sollte nach Ansicht der Kreditanalysten auch auf die Kapitalallokation und die entsprechenden Tendenzen am Arbeitsmarkt Wirkung entfalten. Mit der Fokussierung auf Bereiche mit einem höheren Produktivitätswachstum könnte insgesamt der chinesische Staat – der in der vorhandenen gelenkten Marktwirtschaft über viele staatliche Banken als hauptsächlicher Kreditgeber fungiert – in die Lage versetzt werden, seine eigene Kreditqualität zu verbessern und auch seine Schuldentragfähigkeit.

Natürlich sieht auch Moody´s weitere Risiken. Während gesamtwirtschaftlich durchaus Tendenzen einer rückläufigen  Verschuldungsdynamik zu erkennen sind, steigt die Verschuldung bei Staatsbetrieben immer noch im Durchschnitt stärker als das BIP. Mit Blick auf den Handelsstreit sieht man eine klare Fokussierung in China, den Hightech-Sektor zu entwickeln, mit oder ohne US-Zulieferer. Denn dieser Bereich ist ein wesentlicher Pfeiler für die Wachstumspläne der Regierung. Dies alles zusammengefasst dürfte das aktuelle Moody´s-Rating für China mit A1 und einem stabilen Ausblick vorerst kaum in Gefahr geraten.

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