Die europäischen Steuerzahler werden sich warm anziehen müssen! Denn im Zuge der Corona-Krise dürften zunehmend Weichen gestellt werden,  welche auf zukünftige neue finanzielle Belastungen hinauslaufen. Die Grundidee dahinter ist natürlich klar:

Die EU-Kommission und die Regierungschefs hatten sich darauf geeinigt, dass es einen 750 Mrd. EUR schweren Wiederaufbaufonds geben soll. Dieses Geld soll durch die EU-Kommission direkt am Kapitalmarkt aufgenommen werden. Natürlich haften grundsätzlich die EU-Länder für das Geld. Doch die geplanten Rückzahlungen wird die Kommission selbst erst einmal absichern müssen. Und das heisst:

Sie braucht eigene Einnahmequellen. Wie Bundesfinanzminister Olaf Scholz am letzten Wochenende diesbezüglich in einem Interview sagte, solle das allerdings „nicht zulasten des normalen EU-Haushalts gehen“. Heißt: Es müssen neue Finanzierungsquellen her. Woraus sich die EU derzeit finanziert, zeigt das Schaubild. Neben dem Gros durch die Mitgliedsbeiträge auf Basis des BIP sind besonders die traditionellen Eigenmittel interessant. Diese spielen derzeit zwar eine eher untergeordnete Rolle, doch das Stichwort Eigenmittel könnte in den nächsten Jahren eine erhebliche Renaissance erfahren.

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