Der avisierte Ausstieg der Europäischen Zentralbank aus ihrem Anleihenkaufprogramm sorgt natürlich am Markt für neue Überlegungen,  wie sich die verschiedenen Anleihensegmente in Zukunft entwickeln könnten. Im Mittelpunkt stehen dabei derzeit vor allem die  nternehmensanleihen, die bislang vom so genannten CSPP-Programm innerhalb des Quantitative Easing profitierten.

Der Rahmen dafür dürfte hinlänglich bekannt sein: Die EZB hatte während ihres Programms auch Corporates gekauft, natürlich nur welche, die auch im Investmentgrade-Bereich lagen. Dennoch erreichte die Zentralbank durch ihre Kaufaktivitäten ein deutliches Absinken der Renditen bzw. Risikospreads. Und das betraf nicht nur den Investmentgrade-Bereich, sondern letztlich auch den Non-Investmentgrade-Bereich. Was die Frage aufwirft, wie sich beide Teilsegmente kurz- bzw. langfristig neu positionieren werden.

Die Schweizer UBS hat dazu eine ganz interessante These vorgestellt. Grob gesagt geht sie davon aus, dass die Spreads im Investmentgrade-Bereich zuerst stärker in Mitleidenschaft gezogen werden durch das Ende des Quantitative Easing. Dies abgeleitet aus der Tatsache, dass die Risikoprämien in diesem Bereich in den letzten zwei Jahren stärker gefallen sind als es die fairen Werte auf Basis der Fundamentaldaten zugelassen hätten. Ähnliches war zwar auch bei den Hochzinsanleihen zu erkennen. Doch diese haben hier schon ihre Korrektur hinter sich.

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