[vc_row][vc_column][vc_column_text]In den vergangenen Tagen war der amerikanische Anleihenmarkt in heller Aufregung. Was am Ende auch den Aktienmarkt nicht unberührt ließ. Im Mittelpunkt stand die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen, die erstmals seit Ende 2013 wieder die Marke von 3% per annum erreichte. Was natürlich viele Fragen aufwirft. Die erste Frage: Wie nachhaltig kann dieser Renditeanstieg bzw. das Wirken der Bond-Bären sein?[/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]Begründet wird der Renditeanstieg bereits seit Jahresanfang mit steigenden Rohstoffpreisen, die zu einer höheren Inflation und damit auch zu einer schärferen Gangart der US-Notenbank führen könnten. Allerdings hat das bislang keinen Neuigkeitswert und dürfte eigentlich in den  bisherigen Renditen eingepreist gewesen sein. Ein möglicher Ansatz wäre hier sicherlich die jüngste Verschärfung der Russland- Sanktionen und die Befürchtung im Markt, dass deshalb das Momentum am Rohstoffmarkt nochmals anziehen könnte.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“22747″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_column_text]Spricht man mit Händlern und Analysten, fällt aber in diesem Zusammenhang immer wieder auch der Hinweis auf die  derzeitige technische Lage. Was insofern dafür spricht, dass es mit dem Renditeanstieg noch nicht gänzlich getan sein könnte. Schließlich dürfte es nicht wenige Kräfte geben, welche die Rendite kurzfristig mindestens bis auf 3,05% hochtreiben wollen, dem Intraday-Hoch vom 2. Januar 2014.

[/vc_column_text][vc_column_text]Für den Kapitalmarkt würden weiter steigende Renditen bedeuten, dass den derzeit notierten Anleihen sicherlich weitere Kursverluste ins Haus stehen. Aber es könnte nach einer Übergangsphase auch bedeuten, dass der Anleihenmarkt generell wieder für Investoren attraktiver wird. In den vergangenen Monaten war dies bekanntlich nicht der Fall und Anleihen mussten regelmäßig hinter den Aktien zurückstecken. Mit einem generell steigenden Renditeniveau werden Anleihen gegenüber Aktien natürlich wieder attraktiver, zumal risikoärmer.[/vc_column_text][vc_column_text]Allerdings bleiben Hürden. Diese sind insbesondere in Europa zu finden. Denn die Diskussion um die weitere Geldpolitik der EZB reißt nicht ab. Am heutigen Donnerstag ist die nächste Sitzung mit anschließender Pressekonferenz. Im Vorfeld gab es etliche Erwartungen an diesem Termin. So erhofften sich viele Marktteilnehmer weitere Äußerungen zur Forward Guidance. Allerdings ist es relativ unwahrscheinlich, dass EZB-Chef Mario Draghi den aktuellen Termin für weitere Ankündigungen nutzt. Eher orientieren wir auf die Juni- oder Juli-Sitzung.[/vc_column_text][vc_column_text]In der Zwischenzeit nutzen vor allem High-Yield-Unternehmen in Europa das derzeit noch offene Fenster vor einer möglichen Änderung der Zinspolitik für eine intensivere Emissionstätigkeit. Im April könnten so insgesamt rund 6 Mrd. EUR an Neuemissionen zusammenkommen. Allerdings sollten Anleger hier sehr genau hinschauen, da spätestens im nächsten Jahr mit deutlich risikoadäquateren Zinsen in diesem Segment zu rechnen ist.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]