In den vergangenen Tagen war der amerikanische Anleihenmarkt in heller Aufregung. Was am Ende auch den Aktienmarkt nicht unberührt ließ. Im Mittelpunkt stand die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen, die erstmals seit Ende 2013 wieder die Marke von 3% per annum erreichte. Was natürlich viele Fragen aufwirft. Die erste Frage: Wie nachhaltig kann dieser Renditeanstieg bzw. das Wirken der Bond-Bären sein?

Begründet wird der Renditeanstieg bereits seit Jahresanfang mit steigenden Rohstoffpreisen, die zu einer höheren Inflation und damit auch zu einer schärferen Gangart der US-Notenbank führen könnten. Allerdings hat das bislang keinen Neuigkeitswert und dürfte eigentlich in den  bisherigen Renditen eingepreist gewesen sein. Ein möglicher Ansatz wäre hier sicherlich die jüngste Verschärfung der Russland- Sanktionen und die Befürchtung im Markt, dass deshalb das Momentum am Rohstoffmarkt nochmals anziehen könnte.

Spricht man mit Händlern und Analysten, fällt aber in diesem Zusammenhang immer wieder auch der Hinweis auf die  derzeitige technische Lage. Was insofern dafür spricht, dass es mit dem Renditeanstieg noch nicht gänzlich getan sein könnte. Schließlich dürfte es nicht wenige Kräfte geben, welche die Rendite kurzfristig mindestens bis auf 3,05% hochtreiben wollen, dem Intraday-Hoch vom 2. Januar 2014.

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