Es war einer der Aufreger der vergangenen Tage. Der Gesundheitskonzern Fresenius bläst die Übernahme des amerikanischen Generika-Herstellers Akorn ab. Ursprünglich wollte das deutsche Unternehmen rund 4,4 Mrd. EUR zahlen. Damit wäre Akorn nach dem spanischen Klinikbetreiber Quironsalud (5,8 Mrd. EUR) die zweitgrößte Akquisition in der Fresenius-Geschichte gewesen. Doch dazu wird es nun höchstwahrscheinlich nicht kommen.

Der Kündigung der Übernahmevereinbarung gingen Wochen des Streits zwischen beiden Unternehmen voran. Denn Akorn geriet in Verdacht, gegenüber der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA falsche Angaben zu Themen der Produktentwicklung gemacht zu haben. Sollte sich dieses bewahrheiten, droht womöglich nicht nur das Verkaufsverbot für bereits zugelassene Generika, sondern auch generelle Probleme für die weitere Unternehmenszukunft. Und das will sich Fresenius vernünftigerweise natürlich nicht aufhalsen.

Allerdings lässt Akorn Fresenius nicht so leicht vom Haken. Denn die Amerikaner pochen auf die  Übernahmevereinbarung und dürften sehr wahrscheinlich auch versuchen, dies gerichtlich durchzusetzen. Das besorgt natürlich viele Anleger, denn wie ein teurer und vor allen Dingen langwieriger Rechtsstreit am Ende ausgehen könnte, bleibt  ungewiss.

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