Das dürfte Madame Lagarde wohl nicht unbedingt gefallen. Erst kürzlich hatte die EZB-Präsidentin erklärt, dass die Europäische Zentralbank im Rahmen ihrer Notfall-Anleihenkäufe namens PEPP im zweiten Quartal die Umfänge bzw. Geschwindigkeit deutlich steigern wolle. Da grätschen jetzt zwei Kollegen aus dem EZB-Rat dazwischen.

So gab Ratsmitglied Klaas Knot, seines Zeichens Chef der niederländischen Zentralbank, in einem Interview die Einschätzung ab, dass die EZB ab dem dritten Quartal beginnen könnte, die Wertpapierkäufe im PEPP-Programm langsam zurückzufahren. Dies natürlich vor dem Hintergrund der sich abzeichnenden deutlichen Konjunkturerholung. Knot sieht dabei die Möglichkeit, das Programm im März 2022 auslaufen zu lassen.

In die gleiche Kerbe, wenngleich etwas vorsichtiger, schlug auch Pierre Wunsch, Gouverneur der belgischen Nationalbank. Natürlich sieht er in einem solchen Ausstieg kein Kinderspiel. Aber auch er scheint zu befürworten, dass sich die EZB zunehmend Ausstiegsgedanken machen sollte.

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