Die europäischen Aktienmärkte blieben zur Wochenmitte im neu gewonnenen Terrain der Vorwoche stecken. Während die Gewinnentwicklung europäischer Unternehmen wie auch in der jüngeren  Vergangenheit eher dürftig ausfällt (STOXX 600 aktuell (ca. 40% der Unternehmen bis jetzt berichtet): +2,5% ggü. Vorjahr), sind die Gewinne in den USA im Vergleich zum Vorjahr um robuste 24% gestiegen (S&P 500; 60% der Unternehmen berichtet). Insgesamt lagen die berichteten Gewinne um rund 5% höher als im Vorfeld von den Analysen erwartet. Der IT-Sektor, der in den vergangenen Tagen mit deutlichen  Kursrückgängen in dem Bereich Soziale-Netzwerke für Schlagzeilen sorgte, hält sich dabei weiter wacker. Auf  Sektorenebene kann ein Gewinnplus von 40% verbucht werden, was in etwa 6,7% über den Analystenschätzungen liegt.

Hier zeigen wir Ihnen noch eine interessante Tabelle. Sie zeigt, welchen Anteil die Top Ten der S&P 500 Mitglieder am  bisherigen Kursanstieg des S&P 500 im ersten Halbjahr hatten. Astronomische 36% des Kursanstiegs kamen von einer  Aktie – Amazon. Etwa gleich viel entfällt auf Microsoft, Apple und Netflix. Das ist zugegebenermaßen doch relativ einseitig  gewesen. Als Optimist würde man meinen, dass nun aufgrund der guten Berichtssaison der breite Markt hinterhereilt.

Insgesamt läuft die Eurozone im Vergleich zu den Vereinigten Staaten alles andere als heiß – im zweiten Quartal kam es gerade einmal zu 0,3% Zuwachs, was vor allem von der Furcht vor neuen Handelsbarrieren herrührte. Aber auch der  gestiegene Ölpreis forderte seinen Tribut. Nach der Statistik-Agentur Eurostat blieb die Arbeitslosenquote bei 8,3%.

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