[vc_row][vc_column][vc_column_text]Es ist eine Frage des Blickwinkels, ob das Glas halb voll oder halb leer ist. Die von uns beobachteten Aktienindizes  jedenfalls haben ihre Widerstandslinien nun hinter sich gelassen. Und das im Kontext von Aussagen wie der von IWF-Chefin  Christine Lagarde, dass das weltweite Wirtschaftswachstum an Schwung verloren hat wegen zunehmender Spannungen im Handel und schwierigere Finanzierungsbedingungen. Das wurde erst einmal überhört und das Augenmerk auf die Feststellung  gerichtet, dass ein „geduldigeres Tempo“ der US-Notenbank bei der Normalisierung der Geldpolitik in der zweiten Jahreshälfte  2019 das Wachstum unterstützen dürfte. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hatte schon im Januar seine  Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft im laufenden Jahr auf 3,5% von zuvor 3,7% gesenkt. Eine anstehende weitere  Kürzung der Prognose hatte Lagarde nun erneut angedeutet.[/vc_column_text][vc_column_text]Was machen andere aus der aktuellen Situation? Das renommierte Analysehaus BCA Research aus Montreal hat in seinem Global Asset Allocation Modell, das gegen den Benchmark MSCI Welt antritt, vor allem die massiven Übergewichtungen in deutschen und spanischen Aktien neben den US-amerikanischen aus den Vormonaten zugunsten einer Reihe anderer Länder zurückgefahren.[/vc_column_text][vc_single_image image=“30792″ img_size=“full“][vc_column_text]Bei den Sektoren hingegen bleiben gegenüber dem Benchmark Energie, Grundstoffe und Industrietitel übergewichtet.[/vc_column_text][vc_column_text]Positive Nachrichten von den Einkaufsmanagerindizes geben den steigenden Aktienkursen vorerst weiter Recht, ein DAX mit 12.000 Punkten und ein S&P 500 mit 2.900 Punkten sind greifbar nahe. So publizierte die Volksrepublik China einen sprunghaften Anstieg des Markit-Einkaufsmanagerindex auf 54,4 Punkte, dem höchsten Stand seit 14 Monaten. Auch der Caixin-Einkaufsmanagerindex krabbelte im März von 49,9 auf 50,8 Punkte.[/vc_column_text][vc_column_text]Eine steigende Nachfrage aus China selbst und aus dem Ausland hat die chinesische Dienstleistungsbranche  einer Umfrage zufolge im März angetrieben. Ähnliche Zahlen lieferte schon am Freitag der US-amerikanische ISM Index, der von 54,2 auf 55,3 anzog. Zuletzt kam am Mittwoch noch der deutsche PMI für den Dienstleistungssektor, der von 54,9 auf  55,4 zulegte. Wohlgemerkt: Alles über 50 Punkte gilt als expansiv.[/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]Dass es um die Weltkonjunktur nicht gar so schlecht bestellt ist, deutet vor allem der erneute Anstieg des Ölpreises auf  Jahreshoch an. Und dann waren da noch die Auto-Absatzzahlen für den US-Markt im März. Wir sparen uns die Einzelaufzählung  und halten fest, dass es fast für jede Marke im Vorjahresvergleich nach oben ging. Das erklärt die Wiederentdeckung des Sektors,  der zuletzt ziemlich unter die sprichwörtlichen Räder gekommen war. Unsere Favoriten bleiben die deutschen Autobauer – allen voran VW und Daimler[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“30796″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_column_text]Interessant sind auch die letzten Aussagen von Autozulieferer Conti, die bestätigen, dass dort viel Dynamik in der Innovation liegt. Der Trend zu Fahrer-Assistenzsystemen und selbstfahrenden Autos wird nach Einschätzung des  Vorstandsvorsitzenden den Bedarf an Software in den nächsten Jahren beschleunigen. Aus der Fahrzeugsoftware dürfte in den  kommenden 10 Jahren branchenweit eine Erlösvervierfachung auf rund 1,2 Bio. USD pro Jahr resultieren. Softwarekompetenz  wird entscheidend für den künftigen Erfolg von Automobilunternehmen werden. Und da dürfte gerade der Technologiekonzern Conti vorn dabei sein. Wir haben neben Conti auch noch den Kabelbaum-Produzenten Leoni als spekulativen Titel im Depot.[/vc_column_text][vc_single_image image=“30800″ img_size=“full“][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]Spannend wird es wieder bei den Versorgern. Die Bundesregierung beabsichtigt, „schnellstmöglich“ in Gespräche mit den Betreibern von Kohlekraftwerken einzusteigen. Zunächst soll mit RWE und Uniper gesprochen werden. Die Regierung geht nicht davon aus, dass sie die Konzerne für den Kohleausstieg entschädigen muss. Wir glauben, dass unsere Entscheidung, in E.on – dem größten Netzbetreiber der Republik – zu investieren, nun besonders interessant wird. Die Aktie kämpft seit  Wochen mit der Marke von 10 EUR und dürfte sie bald hinter sich lassen. Das Geschäftsmodell des Konzerns hat kein kurzfristiges Verfallsdatum  – im Gegenteil.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“30804″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_column_text]Zum Portfolio: Die China-Telecom-Aktie konnte bislang unsere Erwartungen nicht erfüllen. Wir tauschen den Titel gegen die größte chinesische Versicherung – Ping An. Auch dieser Wert ist an der Hongkonger Börse gelistet. Im Gegensatz zu Deutschland gibt es in China noch viel Potenzial, wenn es um Lebensversicherungen geht. Die Aktie markierte in den vergangenen Tagen mit 90 HKD ein neues Verlaufshoch. Das KGV von knapp 12 ist angesichts der Perspektiven nicht zu teuer. Ein erstes Ziel sehen wir bei 110 HKD. Kaufen.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]