Nun also doch. Wir hatten schon vor Wochen darüber berichtet, dass die britische Holdinggesellschaft aus Clydesdale Bank und Yorkshire Bank (CYBG) Interesse am Kauf von Virgin Money gezeigt hat. Nun steht fest: Alle drei Banken werden zukünftig zusammengehen. Dabei soll der Name Virgin Money beibehalten werden und zukünftig vor allem das Retailkunden-Geschäft unter diesem Markendach fortführen.

Insgesamt zahlt die CYBG 1,7 Mrd. GBP. Die Virgin-Money-Aktionäre erhalten 1,2125 neue Aktien für jeden bisherigen Anteilsschein. Damit gehören zukünftig den Virgin-Money-Aktionären 38% der fusionierten Gesellschaft. Die bisherige Muttergesellschaft Virgin Group von Milliardär Richard Branson wird mit 34,8% größter Einzelaktionär der neuen Großbank.

Von den meisten Analysten bekommt der Zusammenschluss durchaus Applaus. Denn für einen Restrukturierungsaufwand von rund 240 Mio. GBP sollen bis Ende 2021 jährlich Kostenersparnisse von 120 Mio. GBP erreicht werden. Allerdings gibt es auch kritische Stimmen. So wird weiterhin darauf hingewiesen, dass auch die neue Großbank eine Schieflage beim Verhältnis zwischen Krediten und Einlagen hat. Dieses Verhältnis würde bei 117% liegen.

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