Der britisch-deutsche Touristikkonzern TUI, der unter anderem über die deutsche Hapag-Lloyd Cruises im Kreuzfahrtgeschäft tätig ist,  musste für das zurückliegende Geschäftsjahr einen Dämpfer verdauen. Dabei verhagelte insbesondere das Segment Märkte & Airlines  das Ergebnis. Der Grund dürfte bekannt sein: TUI war ebenfalls stark vom Flugverbot für die Boeing 737 Max betroffen und musste die  entsprechenden Lücken mit kurzfristig gemieteten Flugzeugen abdecken, die zusätzlich auch noch oftmals weniger effizient im  Treibstoffverbrauch waren.

Im Ergebnis konnte das Unternehmen zwar seinen Jahresumsatz um 2,5% auf rund 18,93 Mrd. EUR steigern. Beim operativen Gewinn  (EBITA) blieben allerdings nur 768 Mio. EUR übrig, ein Abschlag zum Vorjahr um rund 30%. Der Gewinn aus fortgeführten Geschäften lag  dann bei 532 Mio. EUR, ein Minus zum Vorjahresergebnis von 31,3%. Die Folge:

Als erstes wird die Dividende gekappt. Statt wie im Vorjahr 0,72 EUR je Aktie sollen die Aktionäre für das letzte Geschäftsjahr nur  0,54 EUR je Aktie erhalten. Außerdem stellt man seine Anteilseigner auch für die kommenden Jahre auf Schmalkost bei den  Ausschüttungen ein. Kleines Trostpflaster: Weniger als 0,35 EUR je Aktie sollen es nicht werden. Nächste Maßnahme: TUI will die  Digitalisierung des Geschäftes deutlich ausbauen, um hier Kosten zu senken und die Effizienz zu steigern. Besonders im Fokus dabei der  Bereich Urlaubserlebnisse, der im letzten Jahr seinen Umsatz rund verdreifachen konnte. Hier will das Unternehmen in den Ausbau seiner  digitalen Plattform einen hohen zweistelligen Millionenbetrag investieren.

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