Allen sinnvollen und sinnlosen Klimadebatten zum Trotz: Der Markt für Kreuzfahrten bleibt auf Wachstumskurs. Gerade erst  wurden neueste Zahlen bzw. Projektionen für den deutschen Markt veröffentlicht. Nachdem in den ersten sechs Monaten allein über 1 Mio.  Deutsche mit Kreuzfahrtschiffen auf Urlaubsreise gingen, dürfte das im zweiten Halbjahr noch mal an Tempo gewonnen haben. Aktuell  rechnet man mit 2,5 Mio. Reisenden zum Jahresende, ein Plus von über 10% zum Vorjahr. Indes:

Die Deutschen sind in ihrer maritimen Reiselust nicht alleine. Noch immer kann die Branche auf eine ungebrochene Nachfrage insbesondere amerikanischer Touristen bauen. Das bedeutet letztlich auch, dass für dieses Jahr weltweit mit einem  Passagieraufkommen von erstmals 30 Millionen Kunden gerechnet wird. Dies wäre mindestens das zehnte Jahr in Folge mit Zuwächsen.  Kein Wunder also, dass die entsprechenden Kreuzfahrt-Linien weiter munter dabei sind, neue Schiffe in Dienst zu stellen.

Zwar hinterlassen auch hier die Forderungen nach weniger Emissionen oder gänzlich emissionsfreien Schiffen ihre Spuren. Doch die  Branche selbst sieht sich hier eher sogar als Vorreiter. So hat die Branchenvereinigung CLIA aufgerechnet, dass bereits die Hälfte der  Kreuzfahrtschiffe der CLIA-Mitgliedsreedereien mit Abgasreinigungssystemen ausgestattet sein, weitere 40 Schiffe (Gesamtbestand der  CLIA-Flotte 279 Kreuzfahrtschiffe) sind für die Umrüstung geplant oder schon dabei. Außerdem sollen in den nächsten Jahren neue Schiffe  in Dienst gestellt werden, die mit Flüssig-Erdgas betrieben werden.

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