Erst schien es ausgemachte Sache, nun scheint alles wieder offen zu sein. Beim  Versuch von Thyssenkrupp, seine  Aufzugssparte loszuwerden, haben sich in den letzten Wochen  erhebliche Widerstände ergeben. Bekanntlich  galt bislang der finnische  Konkurrent Kone als Wunschkandidat für eine Übernahme. Dies insbesondere angetrieben durch den Thyssenkrupp-
Großaktionär Cevian. Dem Vernehmen nach  hatte Kone bislang 17 Mrd. EUR geboten.

Doch nun gibt es gleich von zwei Seiten Widerstand. Einerseits rebellieren die Gewerkschaftsvertreter im Thyssenkrupp-Aufsichtsrat. Ihnen passt nicht in den Kram, dass möglicherweise das Europageschäft der Sparte abgespalten und dann an die britische Beteiligungsgesellschaft CVC weitergereicht werden könnte. Denn sie befürchten natürlich hier massive Jobverluste. Andererseits hat sich Wettbewerber Schindler aus der Schweiz zu Wort  gemeldet und angedroht, im Falle eines Zuschlages für  Kone Kartellklagen einzureichen. Damit rücken plötzlich die  Private-Equity-Investoren, die bislang mitbieten, in den Fokus.  Die besten Chancen scheint dabei Blackstone zu haben, die ein Konsortium unter anderem mit Carlyle und dem Canada  Pension Plan Investment Board anführen. Diese bieten  derzeit 16 Mrd. EUR, also das Niveau, auf dem die Sparte aktuell auch  bewertet wird.

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