Der neue Mobilfunkstandard 5G bleibt auch im neuen Jahr ein Hauptgesprächsthema im Technologiebereich. Allerdings werden  wir uns wohl daran gewöhnen müssen, dass hier die Wachstumserwartungen,  wenn nicht redimensioniert, dann doch in andere  Kanäle gelenkt werden. Das Problem: Nach ersten Testnetzen,  insbesondere in Europa, gibt es spürbaren gesellschaftlichen  Druck, der auf mögliche Gesundheitsrisiken hinweist. Inwieweit dies gerechtfertigt ist, ist aktuell zwar noch nicht abzuschätzen.  Im Ernstfall könnte sich allerdings das  ganze Thema insbesondere im Bereich der privaten Nutzung deutlich hinauszögern.

Woran es aus unserer Sicht derzeit noch nichts zu kritteln gibt: 5G als Grundlage für eine stärkere Vernetzung in  Produktionsanlagen – Stichwort Industrie 4.0 – dürfte weitaus interessanter sein. Das gilt auch mit  Blick auf die Thematik  Internet of Things (IoT). Deshalb sehen wir weiterhin auch bei den Netzwerkausrüstern  durchaus Wachstumschancen. Zumal  hier nicht nur 5G eine Rolle spielt, sondern immer noch der Ausbau bzw. entsprechend nötige Investitionen in 4G bzw. LTE-Netze.

Unter dieser Prämisse kann man auch den Ausblick des finnischen Ausrüsters Nokia beurteilen. Das Unternehmen hatte in der  vergangenen Woche seine Zahlen zum letzten Geschäftsjahr gemeldet. Dabei verbuchte man umsatzseitig ein Plus um 3,3% auf  rund 23,3 Mrd. EUR. Beim  Betriebsergebnis wurde ein Gewinn von 485 Mio. EUR ausgewiesen, nachdem man im Vorjahr noch  einen Verlust von 59 Mio. EUR erwirtschaftet  hatte. Netto kam Nokia knapp mit 11 Mio. EUR in die Gewinnzone, nach dem man  2018 noch einen Verlust von 335 Mio. EUR ausgewiesen hat.

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