Im zweiten Anlauf scheint es zu klappen. Nachdem der weltgrößte Laborausstatter Thermo Fischer Ende letzten Jahres bei  einem ersten Versuch einer Übernahme des Biotech- und Diagnostikkonzern Qiagen überraschend gescheitert war, haben sich die  beiden Parteien nun doch zusammengerauft. Was sicherlich auch dadurch positiv beeinflusst wurde, dass Qiagen zuletzt eine sehr  unglückliche Figur machte, nachdem der langjährige Vorstandschef Peer Schatz im Oktober letzten Jahres zurückgetreten war und  Qiagen eine 300 Mio. USD teure Restrukturierung anstoßen musste. Deshalb ließ Thermo Fischer auch nicht locker und kommt nun  offenbar zum Ziel.

Der bisherige MDAX-Konzern soll für rund 9,1 Mrd. USD übernommen werden (39 EUR je Aktie). Das entspricht einem Premium von  23% zum Schluss der Qiagen-Aktie vor Bekanntgabe. Dazu gab es auch schon aus dem Investorenkreis von Qiagen breite Zustimmung.  Allerdings bleibt hier eine Unsicherheit, denn Thermo Fischer will eine Mindestannahmequote von 75%. Das sollte allerdings zu  schaffen sein, denn der Deal hat durchaus eine weiterreichende Logik. 

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