Wird der deutsche Großhändler Metro erneut zum Übernahmeziel? Wie aus Amerika berichtet wird, soll der dortige Lebensmittelhändler Sysco Interesse an einer Übernahme haben. Sysco macht einen Jahresumsatz von rund 60 Mrd. USD, gut das  Doppelte von Metro. Das US-Unternehmen beliefert unter anderem Schnellrestaurants, Krankenhäuser und Schulkantinen. Dabei hat  man selber kein Filialnetz, was die entsprechenden Spekulationen in Richtung Metro beflügelt. Denn wenn sich Sysco Metro  einverleiben könnte, würde man natürlich die eigene Wertschöpfungskette deutlich ausweiten und näher an den Endverbraucher  herankommen. Allerdings:

Hinter einen solchen Deal müssen ganz viele ABER gesetzt werden. Denn richtig logisch wäre er nicht zwingend. Zwar  scheint die Idee eines Filialgeschäftes durchaus sinnvoll. Dies allerdings nun ausgerechnet im umkämpften  deutschen Markt als  Pilotprojekt zu starten, ist zu hinterfragen. Die deutlich größere Schwierigkeit für Sysco dürfte wohl aber darin liegen, mit den  derzeitigen Großaktionären bei Metro einig zu werden. Bekanntlich war im vergangenen Jahr der tschechische Investor Daniel  Kretinsky mit einem Übernahmeangebot über 16 EUR je Aktie gescheitert. Aktuell hält er aber trotzdem knapp 30% an Metro.  Außerdem haben die beiden Großaktionäre Meridian und Beisheim der Gründerfamilien ihre Aktienpakete gepoolt und inzwischen  auf über 23% aufgestockt. Kaum vorstellbar, dass die sich am Ende mit einem schlechteren Angebot als damals bei Kretinsky  abfinden würden. Dennoch: 

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