Gestern hat Jaguar Land Rover (JLR) Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2021-2022 veröffentlicht. Die Einzelhandelsumsätze stiegen gegenüber dem Vorjahr um 68% auf 124,5 Tsd. Fahrzeuge. Land Rover verzeichnete ein Plus von 72,5% auf 95,4 Tsd. Fahrzeuge und Jaguar ein Plus von 55,2% auf 29,1 Tsd. Fahrzeuge. Die Performance nach Regionen war wie folgt: Großbritannien +187%, Europa +124%, Nordamerika +50,5%, China +14%. Der Großhandelsumsatz stieg im Jahresvergleich um 73 % auf 84,4 Tsd. Fahrzeuge. Das Ergebnis ist jedoch aufgrund von Lieferengpässen bei Halbleitern und Auswirkungen der COVID19 Pandemie um 27% niedriger als geplant ausgefallen.

JLR erwartet, dass die Chip-Lieferengpässe im zweiten Quartal 2021-2012 sich noch weiter verschlimmern. Dies kann dazu führen, dass Verkaufsvolumina um 50% niedriger als geplant ausfallen. Für das zweite Quartal erwartet das Unternehmen ein negatives EBIT und einen operativen Mittelabfluss von 1 Mrd. GBP. Liquidität bleibt bis Ende Juni ausreichend 2021. Diese besteht aus 3,7 Mrd. GBP an Barmitteln und 1,9 Mrd. GBP an nicht in Anspruch genommenen Kreditfazilitäten, die ausreichen, um operativen Mittelabflüsse in Höhe von 5,6 Mrd. GBP zu decken.

Der Chipmangel scheint viel gravierender zu sein als das Management dies zuvor eingeschätzt hatte. Während der Telefonkonferenz im Mai sagte das Management, dass es aufgrund von COVID19 Pandemie und der steigenden Rohstoffinflation ein schwaches Q1/21-22 erwartet, aber davon ausgeht, dass es ab Q2 allmählich zu einer Verbesserung kommen wird. Das Management strebte auch an, dass die Cashflows des Gesamtjahres mindestens ausgeglichen sind und die EBIT-Marge bei mindestens 4% liegt. Dieser ambitionierte Ausblick dürfte jedoch kaum eingehalten werden.

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