Wir bleiben im Energiesektor. Denn beim Gerangel um den holländischen Ökostrom-Konzern Eneco hat der britische Ölkonzern Shell das kurze Streichholz gezogen. Lange Zeit galten die Briten beim Verkaufsprozess als Favoriten, da man mit Eneco bereits über Kooperationen zusammenarbeitete. Zuletzt hatten wir dies in Ausgabe 35/19 kommentiert. Dennoch bekam nun doch ein anderer den Zuschlag. Denn für 4,1 Mrd. EUR übernimmt nun der japanische Mitsubishi-Konzern das holländische Unternehmen. Auch  Mitsubishi ist schon länger Kooperationspartner. Die spannende Frage wird sein, wie die Japaner nun bei Eneco durchgreifen.  Geplant ist bereits ein Kredit über 1 Mrd. EUR für neue Investitionsprojekte. Außerdem muss Eneco-Chef Ruud Sondag seinen Hut  nehmen. Aus Sicht von Shell könnte es nun interessant werden, wie sich die weitere Zusammenarbeit beispielsweise beim Windpark  Borssele gestalten wird. Shell selbst zeigte sich natürlich enttäuscht, hier nicht zum Zuge gekommen zu sein, will allerdings weiterhin  seinen Fokus auf erneuerbare Energien ausbauen. 

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