Aktuell hat die Kranichlinie gleich an mehreren Fronten zu kämpfen. Die derzeit wohl publikumswirksame ist der Tarifstreit mit der Flugbegleitergewerkschaft UFO. Hier gibt es faktisch im Tagestakt neuesten Nachrichten über mögliche oder tatsächliche Streiks, große und kleine Schlichtungen, Angebote und deren Ablehnung. Aber noch ein anderes Thema treibt die Lufthansa und ihre Investoren um. Denn das kürzlich beschlossene Klimapaket der Bundesregierung nimmt Gestalt an. So wurde beispielsweise mittlerweile im Bundesrat die Einführung höherer Ticketsteuern gebilligt. Was nichts anderes bedeutet, als dass Flugreisen nun teurer werden. Das alles unter dem doch arg ideologischerzieherischen Vorwand, klimaschädliches Reisen zu  verteuern. Die Zeche werden hier sehr wahrscheinlich wieder die kleinen Leute bezahlen müssen, die sich mal eine Städte- oder  Mallorca-Reise leisten wollen.

Darüber hinaus arbeitet die Lufthansa allerdings auch daran, ihre eigene Struktur weiter zu straffen. So hat man erst kürzlich  mitteilen können, dass man bei der geplanten Trennung von seiner Catering-Sparte LSG ein gutes Stück vorangekommen ist. So  wurde nun in einem ersten Schritt das Europa-Geschäft von LSG an den Schweizer Konkurrenten Gategroup für einen bislang unbenannten Preis  verkauft. Das Europa-Geschäft macht rund ein Drittel des LSG-Gesamtgeschäftes aus.

Viel dürfte die Lufthansa dafür nicht bekommen haben, gilt doch vor allem das internationale Geschäft als Umsatz-und Renditebringer. Dafür ist allerdings noch kein Käufer gefunden worden. Dass sich die Lufthansa überhaupt von ihrem Catering-Geschäft trennt, liegt vor allem an den aktuellen Markttendenzen. Denn immer mehr Airlines versuchen, die Beköstigung ihrer Passagiere zurückzufahren.

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