Ende letzten Jahres hatte der kanadische Pipelinebauer und-betreiber erneut einen operativen Rückschlag hinnehmen müssen. Denn ein Bundesbezirksrichter in Montana stoppte erneut das Pipeline-Projekt Keystone XL, das die kanadische Öl-Region Alberta mit dem Pipeline-Knoten Steele City im US-Bundesstaat Nebraska verbinden soll. Dieses Projekt ist seit Jahren heftig umstritten und wurde immer wieder aufgrund von Klagen von Umweltgruppen, Landbesitzern und Ureinwohnern gestoppt.

Mit Beginn der Präsidentschaft von Donald Trump sah es zuerst so aus, dass der rund 8 Mrd. USD teure Bau  wieder vorangehen könnte. Auf dieser Basis hatten wir damals auch unsere erste Empfehlung für TransCanada-Anleihen ausgesprochen. Doch ebbten die entsprechenden Gerichtsverfahren nicht ab, was nun auch die Bonität des Pipelinebaues in Mitleidenschaft zieht.

Denn aktuell hat die Ratingagentur Moody‘s ihre Einstufung für die vorrangig unbesicherten Anleihen von TransCanada Pipelines von zuvor A3 auf Baa1 zurückgestuft (mit einem stabilen Ausblick). Auch die Muttergesellschaft TransCanada wurde von Baa1 eins auf Baa2 zurückgestuft. Andere Konzerngesellschaften bekamen ebenfalls niedrigere Ratings. Begründet wurde dies mit den anhaltenden Projektverzögerungen, die dazu führten, dass TransCanada inzwischen über ein zunehmend schwaches Finanzprofil verfügt. Das spiegelt sich insbesondere im Verhältnis Schulden zu EBITDA wider. Hier gab es zwar im letzten Jahr leichte Verbesserungen. Doch in diesem wie auch in den nächsten beiden Jahren wird erwartet, dass das Verhältnis Schulden zu EBITDA weiterhin deutlich über dem 5fachen  liegen wird.

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