Die Gerüchteküche rund um die Fusionsgespräche zwischen Deutsche Bank und Commerzbank köcheln munter vor sich hin. Wie jetzt das Wirtschaftsmagazin „Wirtschaftswoche“ erfahren haben will, soll die Commerzbank für nächste Woche eine  Entscheidung zur Fortsetzung der Fusionsgespräche planen. Als Termin wird der Dienstag genannt.

Konkret soll es darum gehen, ob die Commerzbank die Verhandlungen mit der Deutschen Bank intensiviert oder abbricht. Aus unserer Sicht wäre Letzteres ziemlich begrüßenswert. Denn die bisherigen Gespräche scheinen sich langsam festzufahren. Ganz abgesehen davon, dass eine mögliche Fusion am Markt immer kritischer gesehen wird. Denn jedermann weiß: Die ins Spiel gebrachten Synergie-Effekte würden fast ausschließlich nur durch Arbeitsplatzabbau gehoben werden können. Kein Wunder, dass die Politik, die hinter der Fusion zuerst die treibende Kraft war, nun augenscheinlich immer mehr auf Abstand gehen möchte.

Und noch ein weiteres Thema könnte wohl den Ausschlag geben. Denn folgt man den bisherigen Beurteilungen in den jeweiligen Aktien, ging der Markt davon aus, dass beim Zusammenschluss die Commerzbank-Aktionäre einen  Bewertungsaufschlag erreichen könnten. Diesen müsste die Deutsche Bank höchstwahrscheinlich über eine Kapitalerhöhung  finanzieren. Zwar wurden aus der DB-Zentrale entsprechende Pläne sofort dementiert, nachdem sie an der Börse diskutiert  wurden. Doch natürlich sieht jedermann, dass insbesondere die Deutsche Bank als vermeintlich größeres Institut keinen  finanziellen Spielraum hat, um solch eine Fusion großartig versilbern zu können.

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