[vc_row][vc_column][vc_column_text]Die Gerüchteküche rund um die Fusionsgespräche zwischen Deutsche Bank und Commerzbank köcheln munter vor sich hin. Wie jetzt das Wirtschaftsmagazin „Wirtschaftswoche“ erfahren haben will, soll die Commerzbank für nächste Woche eine Entscheidung zur Fortsetzung der Fusionsgespräche planen. Als Termin wird der Dienstag genannt.[/vc_column_text][vc_column_text]Konkret soll es darum gehen, ob die Commerzbank die Verhandlungen mit der Deutschen Bank intensiviert oder abbricht. Aus unserer Sicht wäre Letzteres ziemlich begrüßenswert. Denn die bisherigen Gespräche scheinen sich langsam festzufahren. Ganz abgesehen davon, dass eine mögliche Fusion am Markt immer kritischer gesehen wird. Denn jedermann weiß: Die ins Spiel gebrachten Synergie-Effekte würden fast ausschließlich nur durch Arbeitsplatzabbau gehoben werden können. Kein Wunder, dass die Politik, die hinter der Fusion zuerst die treibende Kraft war, nun augenscheinlich immer mehr auf Abstand gehen möchte.[/vc_column_text][vc_column_text]Und noch ein weiteres Thema könnte wohl den Ausschlag geben. Denn folgt man den bisherigen Beurteilungen in den jeweiligen Aktien, ging der Markt davon aus, dass beim Zusammenschluss die Commerzbank-Aktionäre einen Bewertungsaufschlag erreichen könnten. Diesen müsste die Deutsche Bank höchstwahrscheinlich über eine Kapitalerhöhung finanzieren. Zwar wurden aus der DB-Zentrale entsprechende Pläne sofort dementiert, nachdem sie an der Börse diskutiert wurden. Doch natürlich sieht jedermann, dass insbesondere die Deutsche Bank als vermeintlich größeres Institut keinen finanziellen Spielraum hat, um solch eine Fusion großartig versilbern zu können.
[/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]Die bloße Möglichkeit, dass die Deutsche Bank zur Finanzierung der Fusion eine weitere Kapitalaufnahme planen könnte, hat insbesondere auch am Anleihenmarkt negative Spuren hinterlassen. So erhöhten sich insbesondere die Risikoaufschläge bei den CoCoBonds. Allerdings gibt es schon eine ganze Weile ziemliches Misstrauen im Markt, was sich auch an den Preisen für Kreditausfallversicherungen zeigt. Hier hat sich die Deutsche Bank seit 2017 sichtbar von den Wettbewerbern abgekoppelt. Selbst die Commerzbank steht deutlich sicherer da, was auch mit anderen Fakten zu tun hat. So hatte die Deutsche Bank nach Analystenberechnungen seit der Finanzkrise rund 37,5 Mrd. EUR durch Kapitalerhöhungen und Tier-1-Kapital aufgenommen. Im gleichen Zeitraum wurden in gleicher Höhe Boni ausgeschüttet. Ein finanzielles Gebaren, das von immer weniger Marktteilnehmern toleriert wird.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“30824″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]Letztlich kann man es so auf den Punkt bringen: Die Deutsche Bank steckt durch eigenes Zutun weiterhin in einer Vertrauenskrise am Markt und hätte faktisch keinen Spielraum, eine Fusion mit der Commerzbank durch eigene finanzielle Beiträge zu stemmen, höchstens durch sehr teure. Das Ganze dann für ein Projekt, das betriebswirtschaftlich mehr als umstritten ist. So wäre nur zu hoffen, dass hier in der kommenden Woche schnell ein Schlussstrich gezogen wird.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“30832″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_column_text]Noch in diesem Zusammenhang: Die Deutsche-Bank-Fondstochter DWS wird immer mal wieder als Übernahmekandidat gehandelt. Interesse soll unter anderem von Allianz Global Investors als auch Amundi bestehen. Ganz aktuell wird auch die Schweizer UBS genannt. Das wäre sicherlich auf längere Sicht der interessantere Deal für die Deutsche Bank.[/vc_column_text][vc_single_image image=“30836″ img_size=“full“][/vc_column][/vc_row]
