Während auf politischer Bühne in den vergangenen Tagen sowohl EU als auch USA neue Sanktionen gegen Russland wegen der Krim-Frage ins Gespräch brachten, stellt sich der russische Kapitalmarkt inzwischen deutlich freundlicher dar. Das hat in der Hauptsache auch mit der Erholung des Ölpreises zu tun. Bekanntlich hatte sich Russland in eine Partnerschaft mit der OPEC zur Begrenzung der Förderquoten begeben mit entsprechend ansehnlichen Effekten auf der Preisseite.

Nun könnte ein weiterer Schub folgen. Dieser wurde ausgelöst von der Ratingagentur Moody´s, die vor wenigen Tagen das  Emittentenrating wieder auf Baa3 anhob, womit Russland inzwischen wieder bei allen drei großen Agenturen mit einem Investmentgrade  geführt wird. Moody´s selbst hatte Russland 2014 zum Beginn der Krimkrise und der darauf folgenden Sanktionen herabgestuft.

Dass trotz noch bestehender und möglicher weiterer Strafmaßnahmen die Bonität des Landes angehoben wurde, begründet Moody´s mit den stabilen Staatsfinanzen, die sich auch in einer positiven Budgetsituation widerspiegeln. So konnte Russland im vergangenen Jahr nach  vorliegenden Zahlen das erste Mal seit immerhin sechs Jahren einen Haushaltsüberschuss vorweisen. Die Grundlage dafür wurde durch ein  anhaltend positives, wenngleich auch nicht sehr starkes Wirtschaftswachstum gelegt. Seit mittlerweile acht Quartalen verbucht die russische  Volkswirtschaft positive annualisierte Wachstumsraten, auf Quartalsbasis sogar seit neun Quartalen.

Dieser Inhalt ist nur für ICM Premium Mitglieder abrufbar.
Einloggen Registrieren