[vc_row][vc_column][vc_column_text]Der gestrige Morgen startete mit chinesischen Konjunkturdaten oberhalb der Markterwartungen. Für das erste Quartal weist China  ein BIP -Wachstum von 6,4% zum Vorjahr aus. Hintergrund ist offensichtlich eine Belebung der Industriekonjunktur im März mit einem Produktionswachstum von 8,5% im Vorjahresvergleich. Hinzu kam ein moderates Anziehen der Einzelhandelsumsätze. Dass der leicht über den  Erwartungen ausgefallene Zahlenreigen keine Kauforgie bei den chinesischen Aktien auslösen würde, konnte man sich zuvor schon denken. Nachdem  sich die Verhandlungen zwischen den USA und China nun anscheinend auf der Zielgeraden befinden – positive Stimmen von der US-Seite legen einen  Abschluss noch in diesem Monat nahe – würde ein Abkommen „als Tüpfelchen auf dem i“ aktuell noch fehlen.[/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]Auch in den USA überraschte der Empire State Geschäftsklimaindex. Er konnte sich im April überraschend stark beschleunigen. Mit 10,1 Punkten war  der Index deutlich über dem Vormonatswert (3,7) und der Konsensschätzung (8,0) ausgefallen. Doch auch hier gilt offensichtlich die Losung „buy the rumour and sell the fact.“ Die US-Indizes konnten sich in den vergangenen Tagen zwar in der Nähe ihrer Alltime-High etablieren, doch für neue  Höchststände reichte es noch nicht. Schuld daran ist die bislang gemischt ausgefallene Quartalsberichterstattung.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“31089″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_column_text]So gab es beim IT-Dienstleister IBM im ersten Quartal einen Umsatzrückgang um 4,7% auf 18,18 Mrd. USD. Der Rückgang signalisiert, dass IBM beim Vorstoß in neue Geschäftsfelder wie Cloud-Dienste oder Datenanalyse-Lösungen nur schleppend vorankommt. Der Nettogewinn fiel um 5,4% auf 1,59 Mrd. USD. Beim Halbleiterhersteller Qualcomm, einem wichtigen Lieferanten von Lösungen für Mobilfunkkommunikation, ließ die überraschende Einigung mit Apple in einem seit Monaten ausgefochtenen Patentstreit die Aktie um mehr als 20% steigen.[/vc_column_text][vc_column_text]Der Streamingdienst Netflix rechnet im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr mit weniger neuen Abonnenten. Im laufenden Vierteljahr  dürften demnach weltweit voraussichtlich fünf Mio. zahlende Kunden hinzukommen. Das wären 450.000 weniger als im Vorjahreszeitraum.  Im ersten Quartal gewann Netflix 7,86 Mio. zahlende Abonnenten hinzu. Analysten hatten 7,14 Mio. erwartet. Der Umsatz stieg um gut 22% auf 4,52 Mrd. USD, der Nettogewinn um fast 19% auf etwa 344 Mio. USD. Der Aktie nützte das Zahlenwerk jedenfalls nichts. Und nun steigt auch noch Disney als großer Konkurrent ins Geschäft mit den Streamingdiensten ein.[/vc_column_text][vc_column_text]Einen Tiefschlag erfuhr auch die geplante Fusion zwischen dem US-Mobilfunkanbieter Sprint, einer Tochter der japanischen Softbank, und  T-Mobile. Das US-Justizministerium hat beide Unternehmen darüber informiert, dass es die 26 Mrd. USD schwere Fusion in ihrer  gegenwärtigen Form ablehnt. Damit fällt ein wesentlicher Kurstreiber für die Softbank-Aktie erst einmal wieder weg[/vc_column_text][vc_column_text]Im Industrieland Deutschland sind die Konjunkturerwartungen von Finanzexperten im April stärker als angenommen gestiegen. Wie das  Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) mitteilte, kletterte das Barometer für Konjunkturerwartungen um 6,7 Zähler  auf 3,1 Punkte. Volkswirte hatten im Schnitt mit einem Anstieg auf 0,5 Punkte gerechnet. Es ist der sechste Anstieg in Folge und der höchste  Indexstand seit März 2018. Die Erwartungen liegen aber noch unterhalb des langfristigen Durchschnitts von 22,2 Punkten.[/vc_column_text][vc_column_text]Dabei wird offensichtlich nach China geschielt. Die dortigen konjunkturstützenden Maßnahmen dürften mit einiger zeitlicher  Verzögerung gerade auch in Europa positive Wirkung zeigen. Die zuletzt sehr schwachen Auftragseingänge in der Industrie ziehen wieder an.  Übersetzt auf den DAX ist der Anstieg seit der vergangenen Woche von rund 1,5% eher darauf zurückzuführen, dass die (letzten) Zweifler nun noch auf den bereits fahrenden Zug aufspringen.[/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]Ein nicht zu vernachlässigendes Risiko für die Aktienmärkte käme aus einem erfolgreichen Deal der Trump-Regierung mit den Chinesen,  denn als Nächstes wären dann Japan und die Europäer dran. Bei den laufenden Gesprächen zwischen den Japanern und den USA steht der japanische Handelsüberschuss von 69 Mrd. USD im Fokus. Zwei Drittel stammen von Autoexporten. Die EU-Kommission geht mit  Verhandlungen über den Abbau von Zöllen auf Industriegüter und Produktionsstandards ins Rennen[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“31093″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_column_text]Sehen Sie sich die nachfolgenden Tabellen an. Links sind nach Branchen und Regionen die Gewinnerwartungen des 1. Quartals 2019 abgebildet, rechts die dazugehörige Entwicklung im Umsatz. Bis heute haben einige US-Banken eher gemischte Ergebnisse publiziert. Die Erwartungen sind in vielen Branchen bereits zurückgeschraubt worden. Ob es schon genug war, entscheidet über die weitere Tendenz an den Aktienmärkten. An den Prognosen kann man außerdem sehr gut ablesen, wie wenig synchron die Konjunktur zwischen den Regionen  bisher lief. So wird von einem 1% Umsatzrückgang im US-Energiesektor bei gleichzeitig 22% geringerem Ergebnis für das 1. Quartal  ausgegangen, während in Europa 6,1% Umsatzwachstum und ein 12% gestiegener Gewinn prognostiziert werden. Einzig im Gesundheitswesen ist die Richtung über alle Regionen hinweg in Umsatz und Ertrag nach oben gerichtet.[/vc_column_text][vc_single_image image=“31097″ img_size=“full“][vc_column_text]Eine Strategie wäre nun, vermehrt auf diejenigen Branchen zu setzen, bei denen die höchsten Gewinneinbrüche erwartet werden. Vielleicht fällt es ja nicht schlimm aus, die Perspektiven für die nächsten Quartale könnten sich ebenfalls aufhellen. Im Gegenzug  könnte man sich von denjenigen mit den höchsten Erwartungen vorerst verabschieden. Das hieße beispielsweise, sich eher in Roh- und  Grundstoffindustrien zu Lasten von Basiskonsumgütern und Immobilienwerten zu positionieren.[/vc_column_text][vc_column_text]Zum Portfolio: Nachdem die Rallye doch schon recht ausgeprägt ausgefallen ist, nehmen wir mit dem heutigen Verkauf von Volkswagen Vorzügen und Continental etwas Geld vom Tisch. Die Titel liefen in den vergangenen Wochen extrem gut und sind reif für eine Korrektur.  Damit sind von 15 Positionen noch 12 belegt.[/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]Bei den Optionen dürften sogar drei Put-Optionen wertlos verfallen, nämlich Conti, Volkswagen Vorzüge und Wirecard. Für taktische Neuaufnahmen bleiben die Titel nach einem Rücksetzer weiterhin unsere Topkandidaten. Interessant werden könnte es bei  Wirecard, wo am heutigen Tag das Leerverkaufsverbot der BaFin endet. Am 25.04. ist die Bilanzpressekonferenz anberaumt. Dort wird  dann der Vorstand Rede und Antwort stehen und glaubhaft einen Schlussstrich unter die SingapurAffäre ziehen müssen. Bei den drei im Geld  befindlichen Optionen bleibt uns angesichts des Optionsauslaufs am heutigen Tag nichts anderes übrig, als sie komplett zurückzukaufen und  auf Fälligkeit 18.05. mit derselben Basis neu zu verkaufen.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“31101″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][/vc_column][/vc_row]