Die amerikanischen Großbanken haben Ende letzter und Anfang dieser Woche den offiziellen Startschuss für die Berichtssaison zum zweiten Quartal geliefert. Inzwischen liegen die Ergebnisse der Big 5 JPMorgan, Citigroup, Goldman Sachs, Bank of America und Morgan Stanley  vor. Und das gibt die Möglichkeit eines tieferen Einblicks in die Chancen und Risiken, mit denen die US-Bankbranche in den kommenden  Monaten und Quartalen zu tun hat.

Die wohl wichtigste Erkenntnis: Das klassische Brot- und Buttergeschäft der Banken, das Kredit- und Einlagengeschäft, hat sich im  aktuellen Zinsumfeld als Ertragsstütze herausgestellt. Denn in diesem Bereich leben die Banken von den Zinsdifferenzen aus den eigenen  Finanzierungen und dem, was sie ihren Kunden in Rechnung stellen können. Und hierbei gab es im Umfeld steigender Zinsen wieder auch  sich ausweitende Zinsspreads. Mit auch interessanten Implikationen für die Wertpapiere, insbesondere Aktien.

Die Grafik weist auf den klassischen Zusammenhang zwischen Aktienkursen und Netto-Zinsmargen der US-Banken hin. Dabei zeigen die  Kurse eher eine nachlaufende Reaktion auf entsprechende Margentrends (was im besten Fall auch Fehlsignale verhindert, wie beispielsweise  2009/2010). Aktuell haben wir allerdings noch die Situation, dass die Bank-Aktien die bereits seit 2014 ausgeweiteten Margen zuletzt nicht mehr spiegelten. Das könnte ein sehr interessantes Aufholpotenzial bedeuten.

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