Die deutsche Containerreederei Hapag-Lloyd wartete am Donnerstag und in den Tagen zuvor gleich mit einer ganzen Reihe von interessanten Meldungen auf. Die wichtigste dabei war sicherlich die Berichtsvorlage zum dritten Quartal. Denn obwohl das Unternehmen ebenfalls von den Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China betroffen war, konnte man den Umsatz im Berichtszeitraum um robuste 6% auf rund 3,2 Mrd. EUR steigern. Ausschlaggebend hier waren vor allem auch höhere Preise für Frachtcontainer. Deshalb konnte letztlich auch das operative Ergebnis auf Basis EBIT um überproportionale 22% auf 253 Mio. EUR zulegen und damit die Erwartungen des Marktes klar schlagen.

Auf dieser Basis rechnet Hapag-Lloyd nun auch mit einem besseren Ergebnis im Gesamtjahr. Hatte man bislang für das EBIT eine doch recht großzügige Spanne zwischen 500 bis 900 Mio. EUR vorgegeben, glaubt man nun, eher den oberen Bereich dieser Spanne erreichen zu können. Das würde ebenfalls deutlich über den durchschnittlichen Analystenprognosen liegen, die derzeit im Konsens mit 737 Mio. EUR rechnen. Aber Hapag-Lloyd konnte noch weitere Meldungen präsentieren.

Die erste war eine Personalie. Denn der frühere Finanzvorstand von Ceconomy (Saturn, Mediamarkt), Mark Frese, wird ab 1. März kommenden Jahres als neuer Finanzvorstand aktiv. Ob das nun eine gute oder eine eher schlechte Nachricht ist, wird sich erst erweisen  müssen. Ganz unbelastet kommt Frese sicherlich nicht. Dieser musste im vergangenen Jahr nach einem Horrorjahr und drei  Gewinnwarnungen gemeinsam mit Vorstandschef Pieter Haas seinen Hut nehmen.

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