[vc_row][vc_column][vc_column_text]Das politische Berlin blieb in den vergangenen Tagen in der Causa Gazprom/Nord Stream 2 auffallend still. Dabei hätte es genügend Anlass für Aufregung gegeben, nachdem der US-Botschafter in Deutschland Richard Grenell einheimischen Unternehmen, die mit der Ostsee-Erdgastrasse zu tun haben, einen Brief geschrieben hatte. Dieser war auch nach unserer Interpretation eine kaum versteckte Androhung, dass bei einem Vorantreiben von Nord Stream 2 die beteiligten Firmen Sanktionen der Amerikaner zu befürchten haben.[/vc_column_text][vc_column_text]Doch könnte sich Amerika in dieser Hinsicht komplett verrechnet haben. Und das zu einer Zeit,  wo die Unterstützung für die Erdgastrasse speziell in Deutschland in den vergangenen Wochen und Monaten zunehmend abbröckelte. Doch mit den faktischen Sanktionsandrohungen könnte Amerika genau das Gegenteil erreichen und die Reihen von Gegnern und Befürwortern von Nord Stream 2 wieder zusammenführen. Denn eins dürfte allen Beteiligten klar sein:[/vc_column_text][vc_column_text]Die vehemente Kritik der Amerikaner an dem Gazprom-Projekt wird zwar gern mit den entsprechenden Abhängigkeiten dann von einer russischen Energieversorgung begründet. Doch die Geschichte hat gezeigt, dass Russland selbst in der Hoch-Zeit des kalten Krieges immer ein verlässlicher Lieferant war und (nach unserer Kenntnis) sein Erdgas nie als Waffe einsetzte. Im Gegenzug sind die eigenen wirtschaftlichen Interessen der USA allzu offensichtlich. Denn es geht ihnen auch darum, eigenes Flüssiggas (LNG) an Europa zu verkaufen.[/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]Keine Frage: Die USA werden von ihrer Kritik an der Gazprom-Pipeline nicht abrücken. Doch gehen wir davon aus, dass das Projekt wie geplant  vorangetrieben wird. Dazu hat es auch schon einen zu weiten Projektfortschritt gegeben, der letztlich nicht mehr umkehrbar scheint. Selbst, wenn  sich die beteiligten deutschen Firmen, die sich auch finanziell beteiligt haben, den Sanktions-Androhungen der Amerikaner beugen, hat Gazprom schon angekündigt, Nord Stream 2 im Notfall in eigener Regie und mit eigenen Geldern fertig zu stellen.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“28916″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_column_text]Was für unsere Dispositionen noch wichtig ist: Abseits der Nord-Stream-Problematik wird von Gazprom eine weitere positive Gewinnentwicklung erwartet. Nach aktuellen Analystenprognosen könnte das Unternehmen im vergangenen Jahr rund 19,9 Mrd. USD verdient haben. Für dieses Jahr gehen die Schätzungen von einer weiteren Steigerung auf rund 20,5 Mrd. USD aus.[/vc_column_text][vc_column_text]Fazit: In den von uns präferierten Anleihen des russischen Gasförderers bzw. seiner Finanzierungsvehikel spiegeln sich die Erwartungen wider, dass Gazprom das Nord-Stream-2-Projekt weiter vorantreibt und gleichzeitig auch seine finanziellen Möglichkeiten durch einen hohen Gewinn ausbauen kann. Deshalb raten wir hier zum weiteren Halten der Positionen.[/vc_column_text][vc_column_text]In diesem Zusammenhang noch ein Blick auf OMV

Der österreichische Öl- und Gaskonzern ist Finanzierungspartner bei Nord Stream 2 und hat nach eigenen Aussagen bislang allerdings keinen Brief von Mr. Grenell bekommen. Das dürfte OMV wohl auch wenig stören, da man wiederholt klargemacht hatte, an dem Projekt mit Gazprom festzuhalten. Darüber hinaus lieferte OMV in den vergangenen Tagen einige positive Nachrichten. So zum Beispiel die Bekanntgabe der Produktionsmengen im Abschlussquartal 2018. So stieg die Förderung von Öl und Gas (gemessen in Öläquivalent) auf 447.000 Barrel, ein Plus von gut 10% gegenüber dem Vorquartal. Wie sich das in den konkreten Umsatz- und Gewinnszahlen im vierten Quartal niederschlug, will OMV am  6. Februar veröffentlichen.[/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]Darüber hinaus meldete der Konzern, das man neu eine Großinvestition in Norwegen plant. Dabei geht es um Ölfelder vor der norwegischen Küste, die bereits 2013 entdeckt wurden. Diese sollen nun von OMV und seinen Projektpartnern ab 2026 ausgebeutet werden. In einem ersten Schritt  planen die Projektpartner um OMV eine erste Investition in ein Ölfeld von bis zu 6 Mrd. USD. Mit im Boot sitzen die norwegische Equinor Energy mit 35% und die ebenfalls norwegische Staatsfirma Petoro sowie Idemitsu aus Japan mit jeweils 20% Anteil. OMV selbst hält die restlichen 25% an der Abbaulizens.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“28920″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_column_text]Fazit: Die von uns empfohlene “ewige” Anleihe der OMV konnte in den vergangenen Tagen wieder Boden gutmachen. Allerdings dürfte hier aufgrund des hohen Kurswertes das Erholungspotenzial eher überschaubar bleiben. Wir würden deshalb an dieser Stelle unsere bisherige Halten-Empfehlung bestätigen..[/vc_column_text][vc_single_image image=“28924″ img_size=“full“][/vc_column][/vc_row]