In der deutschen Automobilzulieferer-Branche könnte sich ein interessantes Bietergefecht entwickeln. Wie die Nachrichtenagentur Reuters mitteilte, gäbe es von gleich drei Firmen Interesse an einer Übernahme des Zulieferers Hella.

Dabei hatte am Dienstag Knorr-Bremse bereits offiziell erklärt, dass man an der Übernahme von 60% an Hella interessiert sei. Aber auch Plastic Omnium wird Interesse nachgesagt. Der deutsche Scheinwerfer-Hersteller und der französische Spezialist für Kunststoff-Elemente arbeiten bereits im Rahmen eines Joint Ventures. Und auch die Nummer 3 ist bereits mit Hella verbandelt. Denn französische Faurecia, die zum PSAKonzern gehört, hat ebenfalls seit 2018 bereits eine Partnerschaft für Innenbeleuchtungen.

Das Objekt der Begierde selbst hat nach bisherigen Informationen noch keine Entscheidung getroffen, nicht mal über den möglichen Zeitplan. Aber es zeigt: Als Folge der massiven wirtschaftlichen Störungen im Rahmen der Corona-Pandemie wird auch im Automobilsektor und insbesondere bei den Zulieferern ein deutlich stärkerer Konsolidierungsdruck entstehen mit entsprechenden Übernahmen und Fusionen.

Dieser Inhalt ist nur für ICM Premium Mitglieder abrufbar.
Einloggen Registrieren