[vc_row][vc_column][vc_column_text]Die Auslandslage dürfte klar sein. Nur die wenigsten europäischen Banken können es mit den amerikanischen Marktführern hinsichtlich Wachstumstempo und Profitabilität aufnehmen. Entsprechend kommen immer wieder Spekulationen in den Markt, die eine nächste Welle der Branchenkonsolidierung in der Eurozone kommen sehen. So auch in diesen Tagen.[/vc_column_text][vc_column_text]Es ist nur wenige Tage her, wo von der britischen Insel gerüchtelt wurde, dass sich Barclays und Standard Chartered zusammenschließen könnten. Nun geht es auf dem kontinentalen Festland weiter. Denn wie die berühmten „informierten Kreise“ erfahren haben wollen, könnten sich die italienische UniCredit und die französische Société Générale zusammentun.[/vc_column_text][vc_column_text]Beide Institute wurden in den vergangenen Jahren immer wieder als mögliche Fusionskandidaten genannt. Was auch nicht wundert. Denn sowohl die Bankenaufseher von der EZB als auch entsprechende politische Kreise würden sich sicherlich wünschen, dass es mehr paneuropäische Banken-Champions gäbe, die der angelsächsischen Übermacht Paroli bieten könnten. Nur bislang wurde daraus nichts.[/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]Interessant wäre eine solche Kombination aus UniCredit und Société Générale sicher auf jeden Fall. Wobei UniCredit derzeit die spannendere Seite wäre. Das hatten wir, bezogen auf die Aktie, schon mehrmals thematisiert. Denn dank der Fortschritte bei der Restrukturierung weist das italienische Institut derzeit im direkten Vergleich mit Société Générale bei einer deutlich niedrigeren Bilanzsumme einen wesentlich höheren Gewinn aus. Würde man fusionieren, würde ein sehr interessantes Institut entstehen, das sich hinter HSBC und BNP Paribas auf den Platz 3 in der europäischen Rangliste (nach Bilanzsumme) vorschieben könnte. Eine durchaus spannende Ausgangslage.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“24228″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_column_text]Das Problem: Unter den aktuellen Gegebenheiten in Italien mit entsprechenden Risiken dürfte es sehr unwahrscheinlich sein, dass sich die Société Générale auf solch ein Abenteuer einlassen würde.[/vc_column_text][vc_column_text]Damit dürfte am Ende zumindest diese Spekulation wie viele vor ihr im Sand verlaufen. Jedoch zeigen die Anleihen der beteiligten Banken ganz interessante Konstellationen, die wir für entsprechende Kaufempfehlungen nutzen. Wobei die ganze Angelegenheit noch eine weitere Frage aufwirft:[/vc_column_text][vc_column_text]Kommt die Deutschland-Bank?[/vc_column_text][vc_column_text]Bereits letzte Woche hatten wir über die Schwäche von Deutsche Bank und Commerzbank und die spezifischen Risiken beider Institute gesprochen. Im Zusammenhang mit den Fusionsspekulationen UniCredit/ Société Générale steht dann natürlich auch wieder die Frage im Raum, ob ein solches Institut am Ende auch in Deutschland einkaufen geht. Alternativ dazu natürlich auch Szenarien, dass die anderen Konkurrenten die Schwäche der deutschen Banken für entsprechende Übernahmeversuche nutzt. Und als quasi Krönung des Ganzen die Überlegung, ob nicht eine Fusion von Deutsche Bank und Commerzbank zu einer, wie wir sie nennen, Deutschland-Bank (ein schöner Namens-Vorschlag wäre sicherlich auch „Deutsche Commerz“) umsetzbar wäre.[/vc_column_text][vc_column_text]Das Schaubild hat schon gezeigt: Ein solcher Zusammenschluss könnte die beiden Banken zumindest von der gemeinsamen Bilanzsumme her in der Führungsgruppe der europäischen Banken verankern. Auch vom operativen
Ergebnis her wäre solch eine Konstellation sicherlich durchaus interessant, auch wenn aktuell das Nettoergebnis absolut
indiskutabel ist. Doch muss eine Fusion immer auch mehr sein als nur die Summe beider Teile und da dürfte es bei
solch einem Zusammenschluss hapern.[/vc_column_text][vc_column_text]Beide Banken haben derzeit ein klares Strategieproblem, das so schnell wohl nicht gelöst werden wird. Wenn man bedenkt, welche Ressourcen derzeit jedes Institut bündeln muss, um die eigenen Kostensenkungspläne umzusetzen, wäre ein Mammut-Projekt „Fusion“ wohl kaum machbar.[/vc_column_text][vc_column_text]Zumal bei einer Kombination das generelle Strategieproblem weiterhin nicht gelöst wäre. Wahrscheinlicher halten wir es in diesem Zusammenhang, dass die Deutsche Bank weiter Einzelkämpfer bleibt, die Commerzbank dagegen über kurz oder lang von einem ausländischen Institut geschluckt wird.[/vc_column_text][vc_column_text]Fazit: An dieser Stelle bestätigen wir nochmals unsere Empfehlung aus der letzten Woche und raten zu weiteren Halten.[/vc_column_text][vc_single_image image=“24224″ img_size=“full“][/vc_column][/vc_row]
