Seit dem letzten Wochenende ist es keine Spekulation mehr: Die Deutsche Bank und die Commerzbank sprechen über eine Fusion. Schon seit Herbst halten sich entsprechende Gerüchte, die allerdings bislang immer besonders von Seiten der Deutschen Bank mit Hinweis auf die laufenden Restrukturierungsprogramme in beiden Instituten dementiert wurden. Doch nun bestätigte auch die Bundesregierung, dass die Chefs beider Institute miteinander reden. Natürlich erst einmal inoffiziell, wie es heißt. Aber die Tendenz ist sichtbar.

Denn nicht nur die Bundesregierung, insbesondere Bundesfinanzminister Olaf Scholz, drängen auf einen Zusammenschluss in der – sehr  wahrscheinlich – irrigen Annahme, dass ein ausgerufener nationaler Champion auch auf europäischem und internationalem Parkett per  Definition mithalten könnte. Wir hatten dies in den vergangenen Monaten regelmäßig kommentiert und bleiben bei unserer bisherigen  Meinung, dass sich hier zwei Fußlahme zusammenfinden würden, aus denen wohl kaum ein Sprinter werden würde.

Beide Institute haben, wie die Deutsche Bank schon richtig erkannte, noch viele Inhouse-Aufgaben zu erledigen, ehe sie sich als konsolidiert  erweisen. So wird auch kolportiert, dass insbesondere Deutsche-Bank-Vorstand Christian Sewing die Gespräche zum jetzigen Zeitpunkt auch  nur deshalb aufgenommen hat, um endlich Druck aus dem Spekulationskessel zu nehmen und dass er schon einen Plan in der Tasche hätte,  wie er die Gespräche elegant als gescheitert erklären könnte. Denn Tatsache bleibt:

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