Mit einiger Spannung war diese Woche der Geschäftsbericht von Adidas erwartet worden. Und das nicht nur, weil der Sportartikelhersteller einer der letzten großen Namen ist, der noch auf der Liste der Berichte zum vergangenen Geschäftsjahr fehlte. Unter dem Strich konnte das Unternehmen für das letzte Jahr auch recht robuste Zahlen präsentieren. So steigerte sich der Umsatz um 3,3% auf rund 21,9 Mrd. EUR. Daraus resultierte ein Konzerngewinn von 1,7 Mrd. EUR, ein Zuwachs zum Vorjahr um stattliche 45%.

Was den guten Eindruck von 2018 allerdings schnell zunichte machte, war der Ausblick. Denn Adidas rechnet damit, dass man den Umsatz in diesem Jahr währungsbereinigt um 5% bis 8% steigern kann. Im vergangenen Jahr wies der Konzern auf dieser Basis ein Umsatzplus von 8% aus, das allerdings ebenfalls nur am unteren Rand der Prognosespanne lag. Als Grund für den zurückhaltenden Ausblick führte der Konzern an, dass man derzeit einen Engpass hätte in der Produktion, da insbesondere die Nachfrage nach Bekleidung im mittleren Preissegment größer ausgefallen wäre als erwartet.

Kleinere Brötchen wird man deshalb auch beim Nettogewinn backen müssen. So liegt die aktuelle Prognose für dieses Jahr zwischen 1,85 bis 1,92 Mrd. EUR, also einem Zuwachs um nur 8% bis 12%. Immerhin stellt der Sportartikelhersteller in Aussicht, seine operative Marge, die im  vergangenen Jahr auf 10,8% gesteigert werden konnte, in diesem Jahr noch weiter ausbauen zu können. Aktuelles Ziel sind 11,3% bis 11,5%.

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