Das indonesische Bergbauunternehmen ABM Investama wies ein starkes Geschäftsjahr 2020 aus. Höhere Kohlepreise und eine verbesserte Marge bei den Bergbau-Dienstleistungen führten zu einer starken Verbesserung des EBITDA auf 49 Mio. USD (+54% gg. Vq. /+124% gg. Vj.). Dies führte zu einem EBITDA für das Gesamtjahr von 134 Mio. USD (+35 % gg. Vj.) und einem Nettoverschuldungsgrad von 2,4x im Jahr 2020.

Obwohl der Vergleich mit den Zahlen von 2019 durch Änderungen in der Rechnungslegung etwas verzerrt wurde, da ABM nun bestimmte Zahlungen als Leasing statt als Aufwand behandeln muss, ist es nicht zu übersehen, dass das Unternehmen eine starke Erholung vollzogen hat. Solche positiven Ergebnisse sollten die anstehende Refinanzierung der Anleihe oder im schlimmsten Fall den Zugang zu alternativen lokalen Bankkrediten erleichtern.

Die Dynamik des Gewinnwachstums dürfte im laufenden Geschäftsjahr anhalten. Die Kohleabbauaktivitäten sollten von höheren Kohlepreisen profitieren. Die Benchmarkpreise für Newcastle Kohle sind vom Tiefstand von 50 USD/Tonne im September letzten Jahres auf derzeit 96 USD/Tonne gestiegen. Die saisonale Nachfrage nach Kohle dürfte in den kommenden Monaten etwas nachlassen, die Kohlepreise sollten jedoch deutlich über dem Tiefstand des letzten Jahres bleiben. Das Unternehmen beabsichtigt aktuell eine neue Mine zu erwerben. Eine solche Akquisition würde einen starken Rückhalt bei den lokalen Banken erfordern und vorübergehend zu einer höheren Verschuldung führen, bevor die Minenproduktion vollständig hochgefahren ist.

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