Die jüngsten Inflationszahlen aus den Vereinigten Staaten waren eine große Enttäuschung. Statt eines Rückgangs der annualisierten Inflationsrate von zuvor 8,5% auf 8,1% wurden es am Ende immer noch 8,3%. Schwerwiegender war aber, dass die Kernrate auf monatlicher Basis um 0,6% zulegte. Hier hatte der Markt im Vorfeld nur eine minimale Beschleunigung des Vormonats-Wertes von 0,3% auf 0,35% erwartet.

Es war die sprichwörtliche kalte Dusche für den Markt, der sich in den letzten Wochen zunehmend in der Erwartung wohlfühlte, dass die US-Notenbank bei rückläufigen Inflationsdaten bald wieder vom Gaspedal gehen könnte. So hatte ja Fed-Gouverneur Jerome Powell auf der Konferenz in Jackson Hole herausgestellt, dass die Inflationsbekämpfung derzeit allererste Priorität hat. Andere FedMitglieder hatten dies zwar in den letzten Tagen bestätigt, aber dennoch etwas versöhnlichere Töne angeschlagen.

Der zähe Rückgang in der Inflationsrate und der unerwartete Anstieg in der Kernrate werfen solche vorangegangenen Hoffnungen natürlich über den Haufen. Denn das bedeutet letztlich auch, dass hier die Fed wohl länger aktiv bleiben wird als bislang geschätzt. Immerhin:

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