Die internationalen Börsen gehen offensichtlich davon aus, dass das Damoklesschwert „Zollstreit“, das über den Märkten hängt, in den kommenden Tagen  wieder abgezogen wird. Das untermauert auch die Aussage von US-Finanzminister Steven Mnuchin, der einen Handelsvertrag mit China als zu 90%  abgestimmt bezeichnet hat. Anders beim Streitpunkt Iran: Während der Iran eine Aufhebung der US-Sanktionen zur Bedingung für die Aufnahme von  Gesprächen über sein Atomprogramm macht, scheint die US-Regierung von ihrer im vergangenen Jahr mit der Kündigung eingeschlagenen harten Linie nicht abrücken zu wollen.

Zählt man unter diesen Vorbedingungen Eins und Eins zusammen, würde eine infolge der Beendigung des Zollstreits wieder erstarkende Weltkonjunktur im zweiten Halbjahr damit den Ölpreis eher nach oben schieben, zumal aktuell das genaue Gegenteil, eine Verlangsamung der Weltwirtschaft, eingepreist wird. Und die Nachfrage nach Industriegütern und Rohstoffen würde wieder anziehen. Umgekehrt dürfte die Zeit negativer Zehnjahresrenditen in den Bundesanleihen auch zu Ende gehen. Das Gesamtbild müsste sich für die Kapitalmärkte an zahlreichen Stellen wieder aufhellen, um die Börsenampeln auf grün springen zu lassen. Für den US-Aktienmarkt hatte unser Research-Partner BCA Research aus Montreal plakativ die folgende Grafik zusammengebaut,
um das Für und Wider stellvertretend für den US-Aktienmarkt zu zeigen.

Inzwischen hat in den USA der Wahlkampf begonnen. Dabei kristallisieren sich Themen wie Gesundheitsversorgung heraus. Trump hatte bereits versucht das von seinem Vorgänger Obama eingeführte System der Pflichtversicherung aufzubrechen, schaffte es aber nur, eine Möglichkeit der Befreiung zu  etablieren, die nur die wenigsten nutzten. Gemeinsam mit den Demokraten hat er die Idee von Kostensenkungen in den Raum gestellt, was wiederum in den letzten Tagen auch auf die Kurse der Arzneimittelhersteller drückte.

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