Die US-Börsen hatten am deutschen Feiertag mit Kursgewinnen geschlossen, nachdem noch am Tag zuvor der S&P 500 Index bis auf die  Unterstützungszonen vom August zurückgefallen war. Das waren immerhin rund 6% (!) vom September-Hoch. Der DAX stand dem mit einem  Absturz von knapp 12.500 Punkten auf nur noch gut 11.900 Punkte in nichts nach.

Grund für den abrupten Stimmungswechsel war der USEinkaufsmanager-Index des Institute for Supply Management (ISM), der für den  September unerwartet absackte. Das Barometer signalisierte damit nichts weniger, als dass die Geschäfte der US-Industrie so stark  schrumpften wie seit rund zehn Jahren nicht mehr. Dass nun auch der Fels in der Brandung – die US-Wirtschaft – sich nicht mehr dem  internationalen Sog nach unten entziehen konnte, war so nicht erwartet worden. Die meisten Analysten führten dies insbesondere auf den  Zollstreit zwischen den USA und China zurück. Am 10. Oktober beginnt die nächste Gesprächsrunde. Und von deren Ausgang hängt nun viel ab. Das weiß  auch US-Präsident Trump.

Öl ins Feuer gossen dann auch noch die Chefs der internationalen Organisationen wie Weltbank, Internationalem Währungsfonds oder OECD,  die ein düsteres Bild der Weltwirtschaft zeichneten. Doch gerade in den Schwellenländern haben die Frühindikatoren bereits nach oben gedreht.  Betrachtet man eben nicht allein den OECD-Ansatz, bei dem die Industrieländer mit 87% den Indikator dominieren, sondern berücksichtigt die Schwellenländer zusammen mit China anteilig zu ihrer Wirtschaftsleistung (33%), ergibt sich die nachstehende Grafik. Dort sieht man, wie weit  der breitere Frühindikator bereits über der Marke von 50%, der Nulllinie für Expansion und Kontraktion, steht. 

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