Noch mal davongekommen? Während in Politik und Markt sich die Rezessionsängste geradezu verfestigt haben, steuern  überraschend die deutschen Konjunkturforschungsinstitute dagegen. Denn sie sehen gerade für Deutschland zwar eine  Konjunkturschwäche, aber keine  Krise, erst recht keine Rezession. So haben sie in ihrem aktuellen Herbstgutachten auch die Prognose  ausgegeben, dass Deutschland nach einem  durchaus sehr mageren Wachstum in diesem Jahr von nur 0,5% in den kommenden beiden Jahren  wieder deutlicher an konjunktureller Fahrt  gewinnen könnte.

Das mag aktuell die aufgeregte Diskussion um Konjunkturhilfen und schwarze Null im Bundeshaushalt beruhigen. Allerdings übertüncht dies  aus unserer Sicht die absolute Notwendigkeit, dass gerade Deutschland in eine groß angelegte gesellschaftliche Diskussion eintreten müsste, wie  die industrielle Landschaft in den nächsten Jahrzehnten aussehen soll. Denn:

Abseits jeder Konjunkturprognose ist offensichtlich, dass Deutschland dennoch in einer Strukturkrise steckt. In den vergangenen Jahren wurden  ohne Not alle Schlüsselindustrien entweder zunichte gemacht oder in sprichwörtliche Sinnkrisen gestürzt. Exemplarisch dafür steht der  Automobilsektor. Wobei klar ist: Natürlich gibt es immer wieder technologische Umbrüche. Der Wechsel von Verbrennungsmotoren zu Elektromotoren wäre so ein Umbruch.

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