Die lange erwartete Handelsvereinbarung zwischen den USA und China ist also durch! Sie sieht vor, dass einige Zölle zurückgedreht werden und die Volksrepublik deutlich mehr Waren und Dienstleistungen aus den USA bezieht. Trump machte aber deutlich, dass erst eine zweite Vereinbarung eine Reduzierung von Zöllen beinhalten wird.

Das war eigentlich nichts Neues und so reagierten die US-Märkte zwar positiv, aber nicht euphorisch. Das Augenmerk der Investoren hat sich stattderssen wieder den Quartalsberichten der Unternehmen zugewandt und der Evaluierung der derzeitigen Bewertung der US-Titel. Denn so teuer wie heute waren sie in der Vergangenheit nur selten.

Am Beispiel des S&P 500 Aktienindex sehen Sie sehr gut, wie stark sich US-Aktien nach den Kennziffern Kurs zu Gewinn (KGV) und Kurs zu Umsatz seit dem letzten Sommer verteuert haben. Um das zu rechtfertigen, bedarf es nun entsprechender Zahlen und Prognosen in den einzelnen Quartalsberichten, denn die Makroindikatoren wie ISM-Index, Lohnerhöhungen, Kreditvergabe sowie die Häufigkeit über Erwartung ausgefallener Wirtschaftsindikatoren (US-Economic Surprise Index) unterstützen den Kursanstieg der US-Aktien jedenfalls (noch) nicht. Dabei erwarten sogar Experten, dass die die Gewinne der 500 größten Unternehmen im vergangenen Quartal im Schnitt um 0,6% gesunken sind. Das wäre dann der zweite  Rückgang in Folge.

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