Die Handelsgespräche zwischen den USA und China stehen wieder einmal auf der Kippe. Präsident Trump drohte am Sonntag damit, die  Zölle auf 200 Mrd. USD chinesischer Waren von 10 auf 25% anzuheben. USHandelsbeauftragter Robert Lighthizer und Finanzminister Steven Mnuchin  erklärten im Gespräch mit Reportern in Washington, dass China die bisherigen Vereinbarungen am Wochenende gebrochen habe, was die Fortschritte in  Richtung eines detaillierten Handelsabkommens zwischen den zwei größten Volkswirtschaften behindere. China versuche, nachzuverhandeln, dies wolle man nicht zulassen.

Die Höhe der US-Zolleinnahmen ist nach den vergangenen Maßnahmen tatsächlich deutlich gestiegen. Von monatlich 3,5 Mrd. USD auf bis zu 6,6 Mrd.  USD. Nach einem Rückgang zum Jahresbeginn liegen die Einnahmen zurzeit bei ca. 5 Mrd. USD pro Monat. Die Mehreinnahmen haben aber kaum positiven Einfluss auf den US-Haushalt. Das Haushaltsdefizit stieg im Gegenteil deutlich an, bedingt durch Steuersenkungen und deutlich höhere Ausgaben, z. B. für Verteidigung.

Sollte China mit höheren eigenen Zöllen reagieren, könnte ein solcher Schritt letztlich einer Reihe von Unternehmen schaden, die in China Geschäfte  machen. Darunter Dow-Komponenten Apple (AAPL), Boeing (BA), Caterpillar (CAT), Coca-Cola (KO) und McDonalds (MCD). Die erste Reaktion der  Märkte auf die Drohungen von Präsident Donald Trump, China höhere Zölle aufzuerlegen, schickte am Montag Aktien rund um den Globus auf Talfahrt. Der  Dow Jones fiel zeitweise sogar um 471 Punkte, um dann eine furiose Gegenbewegung einzuleiten. Er schloss mit einem Minus von nur 66 Punkten,  nachdem China versicherte, die Verhandlungen nicht platzen lassen zu wollen.

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