Einmal mehr gilt unser Interesse dem Markt für Erdgas, einem der wichtigsten Energielieferanten neben Erdöl und Kohle. Erdgas, der sauberste fossile Brennstoff, kommt hauptsächlich in der Wärme- und Stromproduktion zum Einsatz. Allein in den USA werden rund 25% des Energieverbrauchs durch Erdgas abgedeckt. Während Erdgas in der kalten Jahreshälfte in höherem Maße in der Nutzwärmeerzeugung zum Einsatz kommt, wird es im Sommer zur Stromgewinnung und dem Betrieb von Klimaanlagen eingesetzt.

Schon in den Sommermonaten beginnen die Energieversorger in den kälteren Regionen zunehmend aggressiver, Erdgas zu kaufen, um die Lagerbestände  für den kommenden Winter aufzubauen und die Versorgung während der offiziellen Heizsaison von November bis März sicherzustellen. Diese  Wechselwirkung zwischen den Jahreszeiten und der Nachfragekurve spiegelt sich in der Preisentwicklung wider. Dementsprechend stabilisiert sich der  Markt bei zunehmenden Käufen, während er sich in den Wintermonaten, zu Zeiten höchster Lagerkapazitäten, wieder entspannt.

Erst mit Blick auf die nächste „Kühlsaison“ ist wieder mit steigender Nachfrage zu rechnen, was dem Markt neue Impulse geben dürfte. Aus diesem Verlauf  hat sich zwischen Dezember und Mai des Folgejahres ein saisonales Muster entwickelt, dass in den letzten 15 Jahren ohne Ausnahme zum Erfolg geführt hat.

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