[vc_row][vc_column][vc_column_text]Am Anfang des Jahres war die Meinung zum Dollar einheitlich – dieser sollte an Wert verlieren. Doch seit ein paar Wochen muss wohl diese Vorhersage revidiert werden. Der Euro notiert nun unter der wichtigen markttechnischen Unterstützungslinie von 1,20 EUR/USD. Dabei spricht doch einiges gegen die wichtigste Weltwährung – Trumps volatiler Führungsstil, Defizit sowohl im Staatshaushalt als auch im Außenhandel, aber auch das Schwinden
des konjunkturellen Vorsprungs von den USA auf Europa und die restliche Welt.[/vc_column_text][vc_column_text]Zum aktuellen Zeitpunkt berichten die Händler, dass die Bereitschaft, den Dollar zu verkaufen, verschwunden ist. Während die langfristig ausgerichteten Investoren noch nicht den Greenback kaufen, stocken die kurzfristig ausgerichteten Hedge Fonds ihre Dollar-Position bereits auf.[/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]Eine mögliche Unterstützung des stärkeren Dollars könnte man aus den konjunkturellen Entwicklungen ableiten. Der wirtschaftliche Aufschwung in Europa hat in der  jüngsten Vergangenheit massiv an Schwung verloren. Während der globale Einkaufsmanagerindex (PMI) im April zum Vormonat leicht auf 53,5 angezogen hat, war dieser in USA mit einem Wert von 57,3 rückläufig. Eine deutlichere Wachstumsverlangsamung konnte man jedoch in Europa beobachten. Gemäß der Schätzung von Eurostat ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Eurozone im ersten Quartal mit 0,4% gewachsen, nach einem Zuwachs von 0,7% in  der Vorperiode. Der Industrie-PMI hat diese Entwicklung vorzeitig angedeutet, denn nach dem Rekordstand von 60,6 im Dezember, lag dieser im April bei 56,2 und somit auf dem niedrigsten Stand seit mehr als einem Jahr. Man kann somit an dieser Stelle eine These aufstellen, dass die Konjunktur in Europa den Zenit überschritten hat.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“23417″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_column_text]Ein weiterer Indikator wäre die Inflation. Während diese in USA anzieht, ist diese in der Eurozone rückläufig. Das würde bedeuten, dass die Europäische Zentralbank weiterhin an der lockeren Geldpolitik festhalten könnte, was im Umkehrschluss auch den Euro schwächen wird. Die US-Fed hingegen überlegt, ob der Zins deutlicher erhöht werden sollte als geplant. Auch die langfristigen Zinsen legen in den USA zu. So liegt die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihen fast bei 3%. Der Zinsvorteil spricht somit auch für den US-Dollar. Hinzu kommt die Tatsache, dass die Liquiditätsreserven der amerikanischen Banken, die bei der Fed gehalten werden, sich verringern. Die US-Notenbank ist auch aktuell die einzige weltweit, die durch Wertschriftenkäufe ihre aufgeblähte Bilanz  reduziert. Die abnehmende überschüssige Liquidität ist ebenfalls als positiv für die Dollar-Stärke zu werten. So soll die Bilanz in 2018 um 400 und in 2019 um weitere 600 Mrd. USD schrumpfen.[/vc_column_text][vc_column_text]Somit ist ein weiter stärker werdender Dollar nicht ausgeschlossen. Ausgehend von einem langfristigen Chart sind Kurse um das Niveau von 1,15 EUR/USD in den nächsten drei bis sechs Monaten nicht auszuschließen. Auch ein Unterschreiten dieser Marke wäre denkbar, denn der US-Dollar gehört zu dem momentan stärksten Währungen der Welt. Wir bleiben dran.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]