Die Anfälligkeit durch unvorhergesehene natürliche, aber auch durch den Menschen verursachte Ereignisse erhöhen das wirtschaftliche Interesse an Baumwolle und ziehen Marktteilnehmer aus der ganzen Welt an. So bilden die an der Börse gehandelten Futures und Optionen auf „Cotton No.2“ einen bevorzugten Vertrag zwischen Produzenten, Hedge-Fonds und Spekulanten. Neben China und Indien zählen die USA zu den bedeutendsten  Anbauländern für Baumwolle und gelten nach wie vor als der größte Exporteur.

In den Südstaaten, dem Hauptanbaugebiet der USA, beginnt die Aussaat für Baumwolle Mitte März und wird im vierten Quartal geerntet. Über die Jahresmitte tendiert der Markt saisonal schwächer, bevor er in Spekulation über den Umfang der neuen Ernte und die kommende  Exportsaison wieder ansteigt. Obwohl das Erntewirtschaftsjahr für Baumwolle am 01. August beginnt, repräsentieren hauptsächlich die Dezember- Futures die neue Ernte, welche Produzenten und Händler bis zum „First Notice Day“ (in diesem Jahr am 22. November) zur Absicherung nutzen. So  verschiebt sich das Marktinteresse mit den Neuanpflanzungen und der Kenntnis über das Angebot an „Altbeständen“ auf die kommenden, noch  unbekannten Ernteaussichten.

Positionierung der Marktteilnehmer

Die aktuellen Positionierungsdaten vom 02. April, mit Veröffentlichung vom 05. April, zeigen ein einheitliches Bild. So haben SWAP-Händler, Vermögensverwalter und sonstige Berichtspflichtige einheitlich ihre Long-Positionen um jeweils 1.615 , 8.134 sowie 1.458 Kontrakte erhöht. Einzig Produzenten erhöhten ihre Short-Positionen um 11.125 Kontrakte, was den Verdacht der Absicherung gegen fallende Preise nahelegt. Das „Open Interest“ stieg um 3.045 Kontrakte.

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