Nachdem der Inselstaat Zypern erst im vergangenen Jahr aus dem Krisenmodus herausgekommen war, hat man nun ein äußerst bemerkenswertes Statement am Primärmarkt abgeben können. Denn das Unternehmen platzierte einen neuen 15-Jahre-Bond im Gesamtvolumen von 1 Mrd. EUR. Das war die größte Emission, die man bislang über ein Bankenkonsortium am Markt platzierte.

Dass Zypern längst wieder als stabil angesehen wird, konnte man auch an der Nachfrage sehen. Denn die Orderbücher waren mit insgesamt 8 Mrd. EUR deutlich überfüllt. Kein Wunder, dass der Kupon mit 2,75% auf den ersten Blick überschaubar erscheint. Hier ist allerdings auch daran zu denken, dass das Kreditrating des Landes im letzten Jahr wieder auf Investmentgrade von S&P Global angehoben wurde. Das hatte auch den Weg eröffnet, dass die EZB wieder zypriotische Staatsanleihen in ihrem Anleihenkaufprogramm kaufen konnte.

Die geglückte Bond-Emission war auch ein wichtiges Kaufsignal für die anderen ausstehenden Emissionen. Diese konnten als Reaktion auf die geglückte Platzierung durch die Bank fallende Renditen (also steigende Kurse) verzeichnen. Was uns allerdings zu einer Umschichtung bringt. Denn die im Musterdepot Euro-Staatsanleihen geführte 2019er Anleihe, die im Juni fällig wird, notiert inzwischen deutlich im negativen Renditebereich. Hier ziehen wir uns zurück und kaufen stattdessen die neue Emission.

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