Der weltgrößte Ziegelproduzent Wienerberger hat dieser Tage erfolgreich eine neue Anleihe am Markt platzieren können. Doch das war erst einmal nur eine Randnotiz. Denn im Mittelpunkt des Marktinteresses stand natürlich die Präsentation des Quartalsergebnisses. Wie das österreichische Unternehmen mitteilte, konnte man im Auftaktquartal den Umsatz um 2% auf 675 Mio. EUR steigern. Daraus ergab sich beim bereinigten EBITDA ein signifikanter Zuwachs um 30% auf 60 Mio. EUR.

Das Konzern-EBITDA lag bei 44 Mio. EUR und damit etwas unter den Vorjahreswerten. Dies als Ergebnis bereits angekündigter Restrukturierungsschritte. Im Mittelpunkt steht dabei die von Wienerberger ausgegebene Straffung des eigenen Portfolios. Übersetzt heißt das Assetverkäufe. Ein Projekt steht dabei bereits vor dem Abschluss. Mitte April wurde der Verkauf des Geschäfts für Betonflächenbefestigungen in Österreich von der Wettbewerbsbehörde genehmigt. Damit könnte die Veräußerung zum Anfang Mai auch bilanziell wirksam werden. Insgesamt will Wienerberger bis Ende des nächsten Jahres bis zu 100 Mio. EUR durch Assetverkäufe einsammeln.

Doch auch an anderer Stelle polstert der Konzern seine finanziellen Möglichkeiten auf. Die bereits angesprochene neue Anleihe hatte ein Platzierungsvolumen von 250 Mio. EUR. Die Laufzeit ist bis 2024 und der Bond wird mit einem jährlichen Kupon von 2% verzinst. Was natürlich die Frage aufwirft, ob diese Grundbedingungen interessant genug für eine positive Empfehlung sind.

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