Der amerikanische Telekomanbieter Verizon konnte in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres seine Gewinne kräftig steigern. Wobei hier sowohl eine operative Verbesserung festzustellen war als auch positive Sondereffekte. Insgesamt konnte die Nummer zwei im US-Mobilfunkmarkt den Umsatz um 6,6% auf 31,8 Mrd. USD steigern. Der bereinigte Gewinn lag bei 4,7 Mrd. USD bzw. 1,17 USD je Aktie. Analysten hatten hier nur mit 1,11 USD je Aktie gerechnet. Auch beim Umsatz konnte Verizon die Erwartungen übertreffen.

Operativ lief es für den Konzern im Berichtszeitraum sehr gut. Insgesamt wurde die Kundenzahl um 260.000 erhöht. Hier lagen die Schätzungen nur bei 159.000. Wobei Verizon erklärte, dass es sich bei den Neukunden in der Hauptsache um Nutzer von so genannten Wearables wie Smartwatches handeln würde. Einen positiven Effekt lieferte letztlich aber auch die US-Steuerreform. Nach aktuellen Schätzungen könnte sich Verizon im Gesamtjahr über ein zusätzliches Plus beim Gewinn zwischen 3,5 bis 4 Mrd. USD freuen.

Allerdings gibt es nicht nur eitel Sonnenschein. Denn obwohl Verizon im operativen Geschäft solch eine gute Figur macht, könnte es in den nächsten Monaten deutlich turbulenter werden. Denn das US-Justizministerium hat gegen AT&T und Verizon eine Untersuchung zu möglichen Kartellrechtsverstößen eingeleitet. Im Mittelpunkt steht dabei die so genannte „eSim“-Karte, mit deren Hilfe Mobilfunknutzer den Anbieter wechseln können, ohne die SIM-Karte zu tauschen. Angeblich sollen beide Unternehmen Techniken entwickelt haben, um ihre Mobilfunkgeräte für diese Funktionalität zu sperren.

Dieser Inhalt ist nur für ICM Premium Mitglieder abrufbar.
Einloggen Registrieren