Etwas enttäuschend fiel die Bilanzvorlage der russischen VTB Bank aus. Zwar konnte diese ihren Gewinn  im letzten Jahr  um stattliche 12,9% steigern. Umgerechnet verdiente Russlands zweitgrößtes Kreditinstitut 2,84 Mrd. EUR. Dabei profitierte die Bank  insbesondere von starken Einnahmezuwächsen bei Spesen und Kommissionen wie auch einer Verbesserung der Qualität in den Aktiva.

Darüber hinaus profitierte VTB auch von Sonderbuchungen in der Bilanz. Dabei ging es konkret um den  Telekom-Konzern  Tele2. Die VTB plant, ihren Anteil von 55% an Tele2 zu veräußern. Im vierten Quartal wurde dies preislich fixiert und  entsprechend eine Neu- bzw. Aufwertung in der Bilanz vorgenommen. Dadurch konnte der Konzerngewinn im Abschlussquartal um  stattliche 76% auf 73,2 Mrd. RUB verbessert werden. Gekauft wird der Tele2-Anteil durch Rostelekom. Indes:

Für das neue Geschäftsjahr zeigt  sich die VTB Bank eher verhalten. Nachdem schon im vierten Quartal das  Firmenkundengeschäft  rückläufig war, rudert man nun bei der Jahresprognose 2020 für den Gewinn etwas zurück.  Nachdem man zuvor von rund 230 Mrd.  RUB Gewinn ausgegangen war (2019:  201,2 Mrd. RUB), gibt man nun eine  Zielspanne von 220-230 Mrd. RUB vor.  Für die von  uns präferierten Anleihen sind das natürlich erhebliche Belastungen. Zumal insbesondere der Langläufer zuletzt ja deutlich an Boden gewinnen konnte. Hier würden wir dazu raten,  weiter investiert zu bleiben. Im Gegensatz dazu stellen wir die in diesem Jahr fällige Anleihe nun zum Verkauf.

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