Die spanische Großbank Banco Santander hat in dieser Woche den Reigen der europäischen Bankbilanzen eröffnet. Und dabei einen guten Eindruck hinterlassen. Die größte private Bank der Eurozone (nach Marktwert) konnte für das Auftaktquartal einen Anstieg des Nettogewinns um 10% auf 2,05 Mrd. EUR melden. Damit übertraf man die Analystenerwartungen, die im Konsens mit 2,01 Mrd. EUR gerechnet hatten.

Dabei profitierte das Kreditinstitut erneut von einem weiter verbesserten Geschäftsgang im wichtigsten Auslandsmarkt Brasilien, der gleichzeitig auch der größte Einzelmarkt im Umsatzmix der Großbank ist. Wie die Santander meldete, konnte die brasilianische Tochter ihren Gewinn um 7% steigern. Der brasilianische Markt liefert derzeit rund 26% des Gesamtgewinns ab.

Bei einer weiteren Kennzahl, auf die Analysten besonders stark schauen, konnte die Santander ebenfalls Verbesserungen aufzeigen. Das Nettozinseinkommen wuchs um 0,6% auf 8,45 Mrd. EUR. Allerdings blieb die Bank damit etwas unter den Markterwartungen bei 8,49 Mrd. EUR. Im Gegenzug dürften die Anleger sicherlich gern gehört haben, dass Santander für den ebenfalls wichtigen britischen Markt zumindest vorsichtig optimistisch bleibt, dass sich die Auswirkungen des Brexit auf das eigene Geschäft in Grenzen hält. Zum Beweis dazu teilte man mit, dass insbesondere das Hypothekengeschäft weiter wächst.

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