Die Amerikaner geben nicht Ruhe. Kurzzeitig sah es so aus, als ob die Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 aus dem politischen Schussfeld der USA kommt, nachdem Deutschland dem (unserer Meinung nach unsinnigen) Aufbau von Flüssiggasterminals an der Küste zustimmte. Dort soll später amerikanisches Flüssiggas anlanden, was allgemein als Bestätigung angesehen wird, dass es hier nicht um politische Sicherheitsfragen, sondern ausnahmslos um wirtschaftliche Machtfragen geht. Doch mittlerweile drohen die Amerikaner wieder.

So kündigte Energieminister Rick Perry dieser Tage an, dass es demnächst ein Sanktionsgesetz geben soll. Details sind zwar noch nicht bekannt, aber es wurde bereits durchgestochen, dass man mit diesen Sanktionen insbesondere die Zulieferer treffen will. Kein Wunder, denn an Gazprom selbst dürfte man nur sehr schwer rankommen. So rücken derzeit in den Fokus eher die europäischen Energieunternehmen Wintershall, OMV, Uniper, Royal Dutch Shell und Engie, die das Projekt mitfinanzieren. Und vor allem industrielle Zulieferer dürften hier in die Mangel genommen werden, da diese meist international aufgestellt sind und auch sehr wahrscheinlich in den USA Geschäfte machen. Was den Pipelinebau angeht, handelt es sich schließlich um eine eher überschaubare Branche.

Dieser Inhalt ist nur für ICM Premium Mitglieder abrufbar.
Einloggen Registrieren