Der eskalierende Handelsstreit zwischen den Vereinigten Staaten und China wird immer mehr nach dem Prinzip „Auge um Auge“  geführt. Nachdem  inzwischen faktisch alle chinesischen Waren, die nach Amerika exportiert werden, mit Strafzöllen belegt sind, verbreitert sich der  Konflikt inzwischen auch in anderen Themengebieten.

Dabei kann man den Furor, den US-Präsident Donald Trump an den Tag legt, durchaus nachvollziehen. Denn nach letztlich monatelangen  erfolglosen Verhandlungen musste der Präsident, um glaubwürdig zu bleiben, die sprichwörtlichen Daumenschrauben weiter anziehen. Allerdings hat er  sich mit dem Technologiesektor (gleich dazu mehr) nun ein Gebiet ausgesucht, dass nicht nur heikel, sondern auch zum Bumerang für die amerikanische Wirtschaft werden könnte.

Die Chinesen ihrerseits müssen sich nun entscheiden. Kehren sie an den Verhandlungstisch zurück und machen sie die geforderten  Handelszugeständnisse oder sorgen sie ihrerseits für eine Eskalation? Bei diesem Thema wird derzeit im Markt auch darüber diskutiert, ob das Reich der  Mitte die „Nuklear-Option“ zieht. Klingt kriegerisch, bezieht sich allerdings tatsächlich nicht auf Atomwaffen, sondern auf die US-Staatsanleihen.

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