Nachdem der türkische Staatspräsident Erdogan bei der nochmals angesetzten Bürgermeisterwahl in Istanbul mit seinem AKP-Kandidaten erneut den Kürzeren zog, schaffte er nun an anderer Stelle vollendete Tatsachen. Denn Anfang der Woche setzte er den bisherigen Notenbankpräsidenten Murat Cetinkaya ab. Dieser hatte sich bislang immer wieder der Forderung des Staatspräsidenten widersetzt, die Leitzinsen zu senken. Angesichts der Verwerfungen, insbesondere in der türkischen Lira, infolge der offensichtlichen Entdemokratisierung des Landes und den zumindest wahrgenommenen steigenden Risiken für ausländische Investoren hatte die türkische Notenbank die Zinsen um insgesamt 11,5 Prozentpunkte auf zuletzt 24% angehoben.

Damit hatte man im vergangenen Jahr eine Aufwertungsrallye von knapp 7 Lira je Dollar bis zeitweise nur noch 5,05 Lira initiieren können. Allerdings gab es zwischenzeitlich schon wieder eine starke Gegenbewegung aufgrund der politischen und ökonomischen Unsicherheiten im Land. Deshalb auch immer wieder die Forderung von Erdogan, die Zinsen zu senken, um das Wirtschaftswachstum wieder anzukurbeln.

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