Ein Emittent, der gleich mit zwei neuen Bonds (zwei Hybrid-Tranchen) an den Markt kam, ist der französische Öl- und Gas-Konzern TotalEnergies. Richtig gelesen: Das Unternehmen hatte sich im letzten Jahr vom ursprünglichen Namen Total verabschiedet, um seine deutlich ausgeweiteten Aktivitäten und die entsprechenden Perspektiven im Bereich erneuerbarer Energien auch im Namen widerzuspiegeln. Dabei steht der Konzern wie viele andere Unternehmen aus diesem Bereich vor der großen Herausforderung, sein Geschäft umfassend zu transformieren, weg von den bisherigen Geschäftsträgern fossile Brennstoffe, hin zu erneuerbaren Technologien. TotalEnergies ist dabei äußerst umtriebig und wartete in den letzten Monaten mit Meldungen auf zu Projekten unter anderem im Bereich Solarenergie, Biomasse, auch Recycling und letztlich sogar Wasserstoffproduktion

Das soll unter anderem auch mit den Neuemissionen weiter finanziert werden, wobei TotalEnergies insgesamt eine recht solide Ausgangsbasis bietet als Emittent. Für das zurückliegende Jahr gehen die von FactSet befragten Analysten davon aus, dass der Umsatz auf Konzernebene auf rund 161 Mrd. EUR gesteigert werden konnte, was einem deutlichen Sprung von mehr als 60% gegenüber dem sehr stark belasteten Corona-Jahr 2020 entsprechen würde. Entsprechend auch die Erwartungen für die Gewinne. Beim EBITDA rechnet der Markt mit einem Ergebnis von über 33 Mrd. EUR, was einer mehr als Verdopplung des Vorjahresergebnisses entsprechen würde.

Auf der Kreditseite weist TotalEnergies ist zwar langfristige Schulden von fast 51 Mrd. EUR aus (Stand Ende September 2021). Doch das Verhältnis von Nettoverschuldung zum EBITDA ist mit dem 1,2-fachen absolut unproblematisch. Insgesamt hat der Konzern in den nächsten acht Jahren zwar jährliche Refinanzierungen zu stemmen, die allerdings mit Volumen zwischen 2 und 4,5 Mrd. EUR pro Jahr ebenfalls gut handhabbar sind.

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